Fußball
Ein Punkt für SV Etzenricht

Lange spannte der SV Etzenricht seine Fans auf die Folter. Denn es dauerte über eine halbe Stunde, bis Stephan Herrmann & Co. das 0:1 aus der 50. Minute noch in ein 1:1 verwandelten. Nach seinem Ausgleichstreffer wurde Torschütze Michael Dietl (am Boden liegend) ausgiebig gefeiert. Bild: war
Sport
Etzenricht
10.10.2016
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Der SV Etzenricht hatte sich einen Heimsieg erhofft. Aber am Ende mussten die Blau-Schwarzen mit dem 1:1 gegen den TSV Waldkirchen zufrieden sein. Erst in der Schlussphase glückte der Ausgleich.

Der Joker des SV Etzenricht in Person von Einwechselspieler Matthias Dietl stach am Samstagnachmittag fünf Minuten vor dem Schlusspfiff. Er traf zum zu diesem Zeitpunkt verdienten 1:1 gegen den TSV Waldkirchen. Beide Trainer wählten bei ihrem Fazit den Ausdruck "gerechtes Ergebnis".

Waldkirchens Chefanweiser Stefan Binder machte aber kein Hehl aus seiner Enttäuschung über das späte Gegentor: "Bitter für uns, dass ein grober Schnitzer das 1:1 gebracht hat, zumal für Matthias Karlsdorfer fünf Minuten zuvor das 2:0 möglich gewesen wäre." Man dürfe aber nicht vergessen, dass auch Etzenricht zwei hundertprozentige Chancen besaß, erklärte Binder.

Einen Fortschritt sah Etzenrichts Trainer Michael Rösch: "Freilich hätte uns ein Dreier gut getan. Nach zwei schwierigen Spielen mit Mankos haben wir aber drei grundlegende Dinge heute besser gemacht: Wir standen kompakt, die Bindung in den Mannschaftsteilen war vorhanden und wir haben sofort in die Zweikämpfe gefunden."

Die Partie prägten vor der Pause die beiden Abwehrreihen, wobei die Gäste die Anfangsphase dominierten. So kam TSV-Kapitän Martin Krieg zu Kopfballchancen (2./31.). Für beide Teams rettete das Aluminium. Zunächst (8.) für Michael Heisig im SVE-Tor, als eine Flanke des aufgerückten Ingo Pfeil zum überraschenden Torschuss mutierte und am zweiten Pfosten anklopfte. Auf der Gegenseite traf der agile André Klahn (14.) nach einem 50-Meter-Sololauf den Außenpfosten. Klahn bereitete auch eine Mega-Gelegenheit für seinen Sturmpartner Johannes Pötzl vor, als er auf dem rechten Flügel auf und davon zog und quer legte. Pötzl kam in den Strafraum angerauscht und TSV-Keeper Nico Pfaff blockte seinen mittig angesetzten Schuss aus sechs Metern mit dem Körper. Das wäre ein psychologisch idealer Zeitpunkt (43.) für die Führung gewesen.

So kam es anders herum, denn die Niederbayern gingen wenige Minuten später mit 1:0 in Front. Der steil gespielte Ball tickte kurz auf und Martin Karlsdorfer, zusammen mit Martin Krieg spielbestimmende Figur beim TSV, versetzte von der Strafraumecke her Heisig mit einem Spannschuss flach in die Ecke. Binder wechselte dreifach, wollte offenbar das 1:0 einfrieren. Rösch stellte die Deckung auf eine Dreierkette um, brachte Stürmer Dietl für Innenverteidiger Jonas Walberer.

Das im ersten Abschnitt von Disziplin bestimmte Duell entwickelte sich mehr und mehr zu Kick and Rush, die Heimelf investierte mehr in die Vorwärtsbewegung. So entwickelten sich auch gute Gelegenheiten, Spielführer Stephan Herrmann (73.), frei gespielt von Klahn, fand in Torwart Pfaff seinen Meister. Nach der erwähnten Konterchance (79.) für den starken "Zehner" Matthias Karlsdorfer setzte der SVE alles auf eine Karte und wurde mit Dietls cleveren Heber über den herauseilenden Schlussmann mit dem Teilerfolg belohnt.

"Meine Elf hat heute definitiv das andere, das bessere Gesicht gezeigt und ich wünsche mir, dass sie diesen Willen mit in das Derby nächste Woche nach Sorghof nimmt", sagte Rösch.
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