Fußball
Ein Tor reicht zum Sieg

Eine bittere 0:1-Heimniederlage kassierte der SV Etzenricht gegen den Mitfavoriten SV Fortuna Regensburg. SVE-Torwart Michael Heisig rettet in dieser Szene vor dem einschussbereiten Alrind Morina. Bild: war
Sport
Etzenricht
14.03.2016
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In unguter Erinnerung hatten die Fußballer aus Regensburg die Vorrundenpartie im eigenen Stadion gegen den SV Etzenricht. Aber am Samstag revanchierten sie sich und nahmen dem Rösch-Team drei Punkte auf dessen Platz ab.

Der SV Fortuna Regensburg revanchierte sich für die Vorrundenniederlage und gewann am Samstag mit 1:0 beim zuvor punktgleichen SV Etzenricht. Die Regensburger eröffneten die Landesliga-Partie mit ungeheurem Tempo. Etzenricht schlitterte von einer Verlegenheit in die andere.

So musste SVE-Torhüter Michael Heisig alles riskieren, um in der 2. Minute dem frei stehenden Kamil Hein den Ball am Elfmeterpunkt abzujagen. Der zweite Versuch (4.) saß: Nach einer Kopfballverlängerung nahm Mahir Hadziresic Maß und donnerte aus vollem Lauf den Ball aus 14 Metern ins Netz. Bei den Platzherren lief zu diesem Zeitpunkt nichts nach Plan und auch die taktische Ausrichtung passte nicht.

"Wir wollten eigentlich kompakt stehen, möglichst lange die Null halten und mit schnellen Kontern Nadelstiche setzen", sage SV-Trainer Michael Rösch. "Wir haben es der Fortuna am Anfang aber viel zu leicht gemacht." Sein Vorhaben durchkreuzten zum Teil wohl auch die Umstellungen, die er vornehmen musste. Wie erwartet fielen Stephan Herrmann und Tobias Scharl aus, dazu verletzte sich Andy Mark im Abschlusstraining.

Körpersprache, Ballbesitz und Ausrichtung in der Offensive sprach zunächst deutlich für die Multikulti-Truppe aus der Isarstraße. "Meine Mannschaft hat es versäumt, das 2:0 nachzulegen und nach einer halben Stunde den Faden verloren", räumte der frischgebackene Besitzer der DFB-A-Lizenz, Trainer Helmut Zeiml ein. Zweimal versiebte Hadriresic dicke Chancen. Einmal rettete Heisig mit einer Hand (28.), beim zweiten Versuch vertändelte der Stürmer völlig unnötig und traf von der Grundlinie aus das Außennetz. Die letzte Viertelstunde des ersten Abschnitts kam die Rösch-Elf weit besser weg. Kapitän Marco Lorenz gab ideenreiche Impulse und zog Vorlagen in die Strafraummitte. Aber es fehlte der Abnehmer.

Etwa eine Viertelstunde verlief das Duell nach dem Seitenwechsel ausgeglichen. Torgelegenheiten hatten Seltenheitswert. So prüfte Etzenrichts Martin Pasieka zweifach den neuen Regensburger Schlussmann Yahya. Besonders bei dem Schuss in der 57. Minute zeigte der Keeper einen super Reflex und verhinderte den Ausgleich. Zug um Zug verstärkte sich der Druck auf das Fortuna-Tor. Zahlreiche Freistöße und Ecken wollten aber nichts einbringen. Die Zeiml-Elf antwortete mit einigen guten Kontern, spielte diese aber nicht konsequent genug zu Ende.

"Ich habe der Mannschaft nichts vorzuwerfen, sie hat zu keiner Zeit aufgesteckt. Leider hat sich der Aufwand, den wir betrieben haben, heute nicht gelohnt", zog Rösch als Fazit. "Für mich war das ein wunderschöner Sieg nach einem harten, aber fair geführten engen Spiel", freute sich Helmut Zeiml .
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