Fußball
Etzenricht rüstet zum Derby

Andreas Mark (rechts/Etzenricht) will mit einer Grätsche einen Flankenball von Daniel Hösl (Mitterteich) verhindern: In der Vergangenheit waren die Spiele zwischen dem SVE und SVM hart umkämpft. Dies wird auch bei der erneuten Auflage des Landesliga-Derbys nicht anders sein. Bild: war
Sport
Etzenricht
23.04.2016
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Der SV Etzenricht auf Talfahrt, der SV Mitterteich im Aufwind: Das Nordoberpfalz-Derby in der Landesliga Mitte steht unter gegensätzlichen Vorzeichen.

Vier Siege, zwei Niederlagen und ein Unentschieden brachten die bisherigen Vergleiche gegen Mitterteich aus Etzenrichter Sicht. Das ist Geschichte, die Karten werden neu gemischt. Die Trümpfe, interpretiert man die Resultate aus 2016, haben sich gegenüber dem knappen 1:0-Sieg der Rösch-Elf in Mitterteich in der Vorrunde verschoben. Das "bessere Blatt" spielen die Stiftländer. Sie haben einen Lauf, vergleichbar mit dem der Etzenrichter in der Vorrunde, und sind seit 7 Spieltagen mit 4 Dreiern und 3 Remis ungeschlagen.

Die beiden Winterabgänge, der Ex-Etzenrichter Ralf Jakob wechselte zur Maloku-Elf nach Gebenbach und Michael Stip auf die Karether Höhen, haben sich für den SVM nicht negativ ausgewirkt. Auch der frühzeitig im Dezember von Trainer Reinhold Schlecht bekanntgegebene Rücktritt zum Saisonende führte zu keiner Verunsicherung. Die Nachfolge ist geregelt, in der neuen Saison hat Andreas Lang das Kommando. Er trainierte bis Oktober den SV Friesen, gegen den der SVE vor drei Jahren im Finish um die Vizemeisterschaft der Landesliga Nordost wegen des Direktvergleichs den Kürzeren zog.

Die Staffel Nordost strebt Mitterteich vermutlich auch als Spielklasse für die nächste Serie an. Mit 40 Punkten und einer ausgeglichenen Bilanz (je 11 Siege und Niederlagen sowie 7 Punkteteilungen) ist die Ligazugehörigkeit abgesichert. Zurück zur Aktualität: In der Rückrundentabelle kletterte der SVM auf Platz 7 (19 Punkte), der SVE wäre 14. (11 Punkte). In der Heimbilanz wird für die Schlecht-Truppe sogar Rang fünf errechnet.

"Wir haben offenbar das Gewinnen verlernt", stellte SVE-Abteilungsleiter Manfred Herrmann nach dem 2:3 in Lam fest. Reihenweise versiebte der SVE Chancen, unnötige Gegentreffer wie das Zufallsprodukt eines umstrittenen Handelfmeters besiegelten die nach Herrmanns Ansicht unnötige Niederlage. Eine Ursache für die wenig berauschenden Resultate der letzten Wochen liegt auf der Hand: Die Mittelfeldachse der erfahrenen Spieler mit Marco Lorenz, Stephan und Klaus Herrmann fiel komplett oder teilweise aus und konnte nicht adäquat ersetzt werden. Klaus Herrmann (Handbruch) fehlt auch heute.

Die Stimmung im Team ist dennoch gut. Der Großteil der Spieler hat sich frühzeitig für den Verbleib beim Verein entschieden. Trainer Rösch erwartet einen Gegner mit einer grundsoliden Defensive, die in sieben Partien zuletzt nur drei Gegentreffer zuließ. Im Sturm der Stiftlandelf liegt der Fokus auf Frantisek Nedbaly, der 39-jährige Vollblutstürmer aus Tschechien steuerte 12 zu den 33 Toren des SVM bei. Rösch spricht von einer "schwierigen Phase", zieht aber auch Gutes aus dem Spiel heraus, auf das sich aufbauen lässt. Sein Ausblick: "Wir haben jetzt zwei Derbys vor der Brust, etwas Schöneres kann es nicht geben."
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