Fußball
Etzenricht wieder der Verlierer

Wieder einmal gab es für den SV Etzenricht bei der SpVgg Lam nichts zu holen. Im dritten Gastspiel am Osser kassierten die Nordoberpfälzer (links Klaus Moucha, daneben Martin Pasieka) die dritte Niederlage. Bild: war
Sport
Etzenricht
18.04.2016
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Für den SV Etzenricht lohnte sich auch der dritte Ausflug zum Osser nicht. Am Ende feierte die abstiegsgefährdete SpVgg Lam frenetisch den 3:2-Sieg gegen den SVE im eigenen Stadion.

Lam. Spätestens seit Samstagabend sind Platz sechs und überhaupt der angestrebte einstellige Rang in der Tabelle für den SV Etzenricht in Gefahr. Das vor der Winterpause angelegte, satte Punktepolster ist nahezu aufgebraucht. Sechs Niederlagen sind 2016 bereits notiert.

Es herrscht eine Portion Ratlosigkeit vor. Trainer Michael Rösch kehrte am Wochenende von seiner Geschäftsreise zurück und kommentiert das Match so: "Warum wir am Samstag verloren haben, weiß wahrscheinlich keiner so genau. Wir haben sehr disziplinierten Fußball gezeigt, sind gut ins Spiel reingekommen und haben absolut verdient zur Pause geführt." Lam habe im ganzen Spiel eineinhalb Chancen gehabt und machte daraus drei Tore, ärgerte sich Rösch. "Im Gegenzug haben wir uns Möglichkeiten für fünf oder sechs Tore erspielt, aber nur zwei gemacht. Dabei haben wir sauberen Kombinationsfußball gezeigt. Normalerweise gewinnst du so ein Spiel. Wir aber verlieren solche Partien zurzeit".

Wie in den meisten vorangegangenen Begegnungen beherrschte die Rösch-Elf Ball und Gegner, war vor der Halbzeit, ja eine Stunde lang das klar spielbestimmende Team. Die erste von drei Gelegenheiten nutzte Martin Pasieka zur Halbzeitführung (17.). Pasiekas 14. Saisontreffer war mustergültig vorbereitet von Maximilian Geber, der den Ball mit einem feinen Rückpass serviert hatte. Das Außennetz und der überragende Christoph Bergmann (6../14.) verhinderten zuvor bereits den Lamer Rückstand. Der SpVgg-Keeper war auch bei einem Freistoß von Andreas Schimmerer (24.) auf dem Posten.

Das 1:1 nach der Halbzeit entwickelte sich aus einem Freistoß. Bernhard Seiderer lieferte die Flanke, Kapitän Wolfgang Koller war mit der Stirn zu Stelle. Nach einem Abwehrfehler hatte wiederum Pasieka die Chance, den alten Abstand wiederherzustellen. Der Goalgetter zeigte Nerven (63.), legte wenig später aber Schimmerer zum 1:2 vor.

Auch die zweite Führung verspielte der SVE, Bernhard Seiderer vollstreckte einen Strafstoß zum Gleichstand. Das Sahnehäubchen aus Sicht der Osserbuam war dann Sache des Ex-Profis im roten Trikot. Pavel Dobry traf mit Vollspann aus gut und gerne 20 Metern flach in das von René Wächter gehütete Etzenrichter Tor.

Nicht einmal "Glücksbringer" Wächter, er ersetzte den unabkömmlichen Michael Heisig als Keeper, reichte zu einem Erfolg aus. Zuvor hatte die Mannschaft bei seinen fünf Einsätzen in der Vorsaison als Ersatz fünf Spiele gewonnen, ebenso die letzten der Serie 2013/14. Dass sich die Osserbuam kämpferisch stark engagierten, zeigt die Anzahl der Gelben Karten: Eine bezog der SV und ein halbes Dutzend die SpVgg.
Warum wir am Samstag verloren haben, weiß wahrscheinlich keiner so genau..Michael Rösch, Trainer des SV Etzenricht
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