Fußball
Etzenrichter Moral belohnt

Vier Tore, jede Menge Laufarbeit und packende Zweikämpfe kennzeichneten das bis zum Schlusspfiff spannende Duell des SV Etzenricht mit der offensivstarken Fortuna aus Regensburg. SVE-Torwart Michael Heisig hatte nicht nur wegen eines gehaltenen Elfmeters maßgeblichen Anteil am 2:2. Bild: war
Sport
Etzenricht
24.10.2016
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In einem intensiv und temporeich geführten Landesligaspiel zwischen dem SV Etzenricht und SV Fortuna Regensburg stand am Ende ein 2:2 auf der Anzeigentafel. Den Chancen nach hätte das Ergebnis der die nie langweiligen Partie auch höher ausfallen können.

Der SV Fortuna begann wie die Feuerwehr und hätte durchaus auch einen Zwei- oder Drei-Tore-Vorsprung vorlegen können. Die Platzherren kamen nach zwei Rückständen zurück, wehrten sich gegen die Niederlage und retteten im letzten Vorrundenspiel noch einen Zähler. SVE-Keeper Michael Heisig hielt eine Viertelstunde vor Ende einen von Arber Morina ausgeführten Foulelfmeter. Es war der zweite Versuch. Beim ersten hatte der Schütze getroffen, doch der Referee versagte die Anerkennung, nachdem Ismail Morina zu früh in den Strafraum gestartet war. Dies war vielleicht auch ein Stück weit ausgleichende Gerechtigkeit, denn Ismail Morina war sehr theatralisch im Sechzehner gefallen.

"Ich kann nach dem Plus an klaren Chancen nicht zufrieden sein. Wir haben heute eher zwei Punkte verloren als einen gewonnen", kommentierte Gästetrainer Helmut Zeiml die 90 Minuten. Er attestierte aber den Gastgebern eine gute Moral. "Mit dieser Leidenschaft und Einstellung wird Etzenricht nichts mit dem Abstieg zu tun haben." Sein Gegenüber, Michael Rösch, sprach von einem für die Zuschauer "hochinteressanten Spiel". Er gestand ein, dass sein Team speziell vor der Pause Probleme mit der besten Offensive der Liga (40 Tore) hatte. "Aufgrund des zweiten Durchgangs ist das Resultat gerecht, meine Mannschaft hat nicht aufgesteckt und war gegen einen sehr guten Gegner aktiver", bekräftige Rösch die Berechtigung des Remis.

Beide Formationen bevorzugten schnelles Umschaltspiel, Fortuna hatte dabei zunächst Vorteile, ließ aber Chancen liegen. Ismail Morina (5.), Ahmed Ahmedov (14.) und Emrah Destanov (17.) besaßen glasklare Gelegenheiten, dazwischen traf Eyüp Garip nach feiner Vorarbeit von Dribbelkünstler Arlid Morina. Seinem ersten Saisontreffer ließ Garip den zweiten folgen, allerdings ins eigene Tor. Hinter ihm stürmte Johannes Pötzl in Richtung SVF-Tor und zwang den Verteidiger zu dieser missglückten Rettungsaktion. Beim 1:2 profitierte der Schütze Ismail Morina von der Uneinigkeit im Etzenrichter Abwehrzentrum. Er hatte keine Mühe, aus zehn Metern zu vollenden. Die beste Szene des SVE hatte Max Geber: Sein Geschoss von der Strafraumgrenze verfehlte das Ziel um Zentimeter. Einzelne gut angelegte Etzenrichter Konter wurden zu hastig zu Ende gespielt, verpufften daher.

Den Punkt rettete Martin Pasieka zehn Minuten nach dem Wechsel. Eine vom Kapitän Stephan Herrmann schnell ausgeführte Ecke platzierte der Stürmer mit dem Kopf unhaltbar. Gästekeeper Enrico Sommer verhinderte im Nachfassen (60.) Pasiekas zweiten Torjubel. Ab der 60. Minute entwickelte sich ein reines Kampfspiel mit offenem Visier. Die Zeiml-Elf erhöhte in der Schlussphase die Schlagzahl, doch der SVE-Torwart war in Topform an diesem Nachmittag nicht mehr zu bezwingen.
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