Fußball
Etzenrichter Rumpfelf hält sich wacker

Sport
Etzenricht
17.05.2016
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Cham. Der SV Etzenricht unterlag in der vorletzten Partie bei Tabellennachbar ASV Cham am Samstagnachmittag mit 1:2 und belegt vor dem finalen Match gegen Kötzting Rang sieben in der Landesliga Mitte.

"Wir wollen im Chamer Stadion guten Fußball zeigen", hatte Trainer Michael Rösch vor einer Woche bereits das Ziel vorgegeben. Bei einem Auswärtssieg hätte der SVE den ASV von Platz fünf verdrängen können. Vor dem Anstoß galt es, die Zielsetzung zu korrigieren. Denn es hagelte verletzungs- und berufsbedingte Absagen in Serie. Mit Tobias Scharl, Andreas Schimmerer, Andreas Mark, Uli und Klaus Herrmann, Klaus Moucha, Maximilian Geber, Florian Hagn und Florian Waldeck umfassten die Ausfälle fast eine Mannschaftsstärke.

Die Startelf des SVE komplettierte ein 18-Jähriger, Rösch verabreichte Janik Sailer aus den A-Junioren seine Feuertaufe in der Landesligatruppe und streifte in der ersten Hälfte erstmals in einem Pflichtspiel selbst das Trikot über. Er hatte vor acht Jahren wegen schwereren Verletzungen seine aktive Laufbahn beendet. Als Einwechselspieler kamen nach dem Seitentausch mit Tobias Wurmitzer und Marco Brünsch weitere Neulinge zum Zug.

Entsprechend verlief auch die erste Hälfte: Die von Uwe Mißlinger offensiv eingestellte Heimelf schnürte den SV in der eigenen Hälfte ein. SVE-Keeper Heisig hatte im wahrsten Sinne des Wortes alle Hände voll zu tun, zeigte sich in blendender Form. Etwas glücklich und völlig überraschend ging Etzenricht in Front. Martin Pasieka setzte einen Volleyknaller ins Kreuzeck. Es war sein 17. Saisontreffer. Der Vorteil hatte nur bis zum Gegenzug Bestand, da Simon Kopp postwendend ausglich.

Etzenricht kam nach dem Seitentausch besser ins Spiel, agierte im Angriff mit mehr Schwung. Dennoch dominierten die Platzherren, vergeudeten aber durch ungenaues Passspiel ihre Chancen. So verhalf ein Abwehrfehler zum Tor des Tages: Einwechselspieler Christian Ederer, der nach monatelanger Verletzungspause erstmals zu Hause zum Zug kam, traf eine Viertelstunde vor dem Schlusspfiff gegen die in dieser Situation schlecht sortierte SV-Deckung zum entscheidenden 2:1.

"Wir können trotz der Niederlage mit einem einigermaßen guten Gefühl nach Hause fahren. Diesen Substanzverlust muss eine Mannschaft erst einmal wegstecken", lobte Rösch die Moral, Leidenschaft und Willensstärke seiner Rumpf-Mannschaft. "Wir haben in der Defensive gut gearbeitet und hätten mit einem Quäntchen Glück auch einen Punkt mitnehmen können." Die letzten zehn Minuten ließ der Coach sogar auf Angriff spielen, der ausgeübte Druck reichte nicht zum Teilerfolg.

Mit Respekt äußerte sich auch Sportlicher Leiter Markus Hofbauer: "Die kämpferische Einstellung unserer Mannschaft hat mich total überzeugt. Keiner war sich zu schade, sich für das Team einzusetzen und an die eigene Leistungsgrenze zu gehen".
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