Fußball Landesliga Mitte
Dreier muss endlich her

Der Ettmannsdorfer Florian Tausendpfund (rechts) lässt den Etzenrichter Maximilian Geber stehen. Die Partie in der vorigen Saison endete in Etzenricht 2:2. Bild: war
Sport
Etzenricht
27.08.2016
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Auf der Tagesordnung der Landesliga Mitte steht für den SV Etzenricht am Samstag eines der wenigen Derbys im Norden der Oberpfalz. Es gastieren um 16 Uhr Timo Studtrucker und sein SC Ettmannsdorf auf der Siegfried-Merkel-Sportanlage.

Dem SC Ettmannsdorf ist das geglückt, was der SV Etzenricht seit Wochen vergeblich versucht: Die Studtrucker-Elf hat nach einem Fehlstart mit fünf Niederlagen in Folge den Hebel umgelegt und sieben Punkte aus den drei letzten Spielen geholt. Ein respektables 0:0, ein deutliches 4:0 gegen Bayernligaabsteiger Ruhmannsfelden und am letzten Wochenende ein 2:1 gegen den TSV Bad Abbach machten es möglich, die Rote Laterne an Etzenricht weiterzureichen.

Studtrucker (41) sprach beim 2:1-Sieg gegen Abbach von "einem Resultat des Willens." Umgekehrt monierte SV-Abteilungsleiter Manfred Herrmann, dass beim Gastspiel am Fuße des Staffelbergs die notwendige Leidenschaft der Elf nicht zu erkennen war. Folge war die 0:2-Niederlage beim FC Sturm Hauzenberg und das Abrutschen auf Platz 18.

Fakt ist, dass die Landesliga an Qualität gewonnen hat. Die Aufsteiger haben sich wie fast alle Etablierten verstärkt. Die am Anfang hinten platzierten Teams sind in der Lage, sich mit Erfolgsserien zu befreien. Kareth oder Ettmannsdorf sind Musterbeispiele dafür.

Noch ist in Etzenricht nichts verloren. Der SCE, im Vorjahr immerhin Tabellenneunter, wäre mit 7 Punkten und Platz 16 vom Papier her, ein willkommener Gegner. Im Direktvergleich kann der SV Etzenricht vor dem 10. Duell nämlich eine tolle Bilanz aufweisen: Null Niederlagen, 3 Remis und 6 Siege waren es bisher. 3:1 siegte die Mannschaft um Stephan Herrmann in der Vorsaison in Ettmannsdorf. Zuhause gab es beim letzten Aufeinandertreffen ein leistungsgerechtes 2:2. Ettmannsdorfs Marco Seifert drehte mit zwei Toren den 0:2-Rückstand in ein Remis. Vor der Pause hatten Hansi Pötzl und Martin Pasieka die Heimelf in Führung gebracht.

Pasieka fehlt diesmal wie in Hauzenberg im Aufgebot von Trainer Michael Rösch. Der Coach kritisierte Fehlverhalten, wie die Abstände zu den Gegenspielern, Fehlpässe und er musste erneut mit einer fraglichen Schiedsrichter-Entscheidung beim richtungsweisenden 0:1 leben.

"Wir müssen gegen Ettmannsdorf die volle Punktzahl erzielen", lautet seine Parole. Das Herrmann & Co. zuhause durchaus eine Macht darstellen, haben sie beim Sieg gegen Gebenbach, beim Remis gegen Neukirchen, oder dem unglückliche 2:3 gegen Cham bewiesen. Über die Aufstellung entschied der Trainer erst beim Abschlusstraining.
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