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Mannschaft der Stunde kommt

Sport
Etzenricht
20.07.2016
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Eigentlich freut sich der SV Etzenricht auf das erste Saisonheimspiel. Dass dazu aber das Überraschungsteam der Auftaktrunde auftaucht, dämpft die Euphorie etwas.

In der Landesliga Mitte geht es Schlag auf Schlag in die Saison, Spieltag zwei steigt bereits am Mittwoch um 18.30 Uhr und bringt für den SCE das Gastspiel des ersten Tabellenführers, des ASV Cham. Mit 6:1 bügelte der ASV am Samstag den TSV Bad Abbach auf eigener Anlage nieder und feierte damit einen Einstand nach Maß.

Nicht nur für das Team, sondern auch für den prominenten Neuzugang des ASV, Ex-Regionalliga-Spieler des FC Amberg und der SpVgg SV Weiden, Michael Plänitz, war es ein perfekter Start. Plänitz erzielte die wichtige 1:0-Halbzeitführung im neuen Trikot. Neben dem 29-Jährigen stockte Cheftrainer Uwe Mißlinger seinen Kader ausschließlich aus der Chamer Talentschmiede auf und nutzt damit das Potenzial der hervorragenden Jugendarbeit. Platz machten einige altgediente Spieler, die in die eigene Reserve wechselten.

Aber auch etablierte Aktive wie Christian Ederer, der Routinier aus Tschechien, Tomas Peterik, oder Simon Kopp verließen den Verein. Eine wichtige Rolle im Kollektiv des heutigen Gastes nimmt der Keeper ein. Andreas Lengsfeld zählt in der Liga zum Besten, was es zu bieten gibt. Betrachtet man den Spielbericht vom 6:1-Erfolg näher, dann zeugt dieser von einer ausgezeichneten körperlichen Frühform. Cham überrollte die Badstädter vor allem nach dem Wechsel.

Mit Blick auf die Vorsaison wird das Duell mit dem Titel "Fünfter gegen Siebter" überschrieben. 58 Punkte buchte die Mißlinger-Truppe, 52 die seines Kollegen Michael Rösch. Die Paarung stand zuletzt vor zwei Monaten auf dem Programm, 2:1 gewann der ASV am 14. Mai auf eigener Anlage, das Hinspiel hatte keinen Sieger, endete 1:1. Nach zwölf Terminen im Direktvergleich liegt der Sportverein mit fünf Siege, drei Unentschieden und drei Niederlagen noch vorne. "In der zweiten Hälfte waren wir dann die agilere und präsentere Mannschaft, darauf können wir aufbauen", bemerkte SV-Trainer Rösch am Ende des 1:1 bei Bayernliga-Absteiger SpVgg Ruhmannsfelden. Er sah dabei eine deutliche Aufwärtsentwicklung gegenüber der teils holprigen Vorbereitung und geht optimistisch in die zweite Partie.

Während er am Samstag mit Ausnahme des langzeitverletzten Klaus Moucha über seinen kompletten Kader verfügen konnte, muss er für heute Abend Abstriche in Kauf nehmen. Mit Marco Lorenz und Martin Pasieka fehlen zwei bewährte Individualisten. Gut möglich, dass die wegen leichteren Verletzungen geschonten Tobias Scharl oder Jonas Walberer nachrücken. Der Trainer sieht es aber auch als Chance für die nachrückenden Spieler an, die sich vor eigener Kulisse in den Vordergrund spielen können. Michael Rösch verfügt am Anfang des Spieljahres über gute Alternativmöglichkeiten in allen Mannschaftsteilen. Auf eine endgültige Aufstellung legte sich der Coach erst im Abschlusstraining fest.
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