Fußball
Mehr Außenseiter geht nicht

Die Rollen im Landesliga-Derby sind klar verteilt: Der gastgebende Spitzenreiter DJK Gebenbach verlor nur zwei von 20 Partien. Die einzige Auswärtsniederlage setzte es Anfang August mit 0:1 beim SV Etzenricht (Szene). Ein Ergebnis, das die Gebenbacher am Samstag wiedergutmachen wollen. Bild: war
Sport
Etzenricht
26.11.2016
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Eines steht schon mal fest: Die Favoritenrolle hat der SV Etzenricht nicht inne, wenn er beim Titelfavoriten und Spitzenreiter DJK Gebenbach antritt.

Das dritte Auswärtsspiel in Folge führt die Etzenrichter am Samstag (14 Uhr) zum Überflieger der Liga. Inzwischen zieht die DJK mit Ex-SVE-Trainer Faruk Maloku einsam ihre Kreise an der Tabellenspitze der Landesliga. Bei einem Spiel weniger hat die Maloku-Truppe 11 Punkte Vorsprung auf den Zweiten Donaustauf und 13 auf den Dritten Cham herausgearbeitet. Die Trainer der Konkurrenz sprechen schon seit Wochen nur noch von "Chancen auf Platz zwei", wenn es um die Frage der Titelvergabe geht.

Die DJK Gebenbach, die bis 2012 noch in der Kreisliga spielte, verfügt über viel Potenzial, um auf dem Transfermarkt tätig zu sein. Mit den Verstärkungen vor dieser Saison wurden erneut Schlüsselpositionen im Mannschaftgefüge passgenau besetzt. Leute wie die beiden Ex-Amberger Oliver Gorgiev und Kai Hempel in Abwehr und Mittelfeld erwiesen sich ebenso als Verstärkungen wie im Angriff Pavel Novotny oder der Ex-Etzenrichter Niko Becker. Zudem fühlt sich Martin Kopac in seinem zweiten Jahr richtig wohl und traf bereits 18-fach im laufenden Wettbewerb. Die Rollen für das Derby sind im Gegensatz zur Vorsaison (2:2 und 3:3) klar verteilt.

An der Gebenbacher Favoritenrolle ändert auch das Hinspiel-Ergebnis nichts. Der SV brachte der DJK die einzige Auswärtsniederlage dieser Saison bei, siegte bei "Fritz-Walter-Wetter" und auf nassem Untergrund Anfang August vor 450 Zuschauern mit 1:0 durch einen Treffer von Johannes Pötzl 12 Minuten vor dem Schlusspfiff. Es war ein packendes Spiel, bei dem die Maloku-Elf vor der Pause spielerisch eine Klassepartie ablieferte, aber die Chancen nicht reinmachte. Die kampfstarken Platzherren hielten mit zunehmender Spieldauer vehement dagegen und wurden am Ende belohnt.

Gegenüber der Vorrunde fehlen beim Rückspiel auf Seite des Sportvereins Konstantin Graßl, Andreas Schimmerer und Klaus Herrmann. Der Kader ist knapp besetzt. In Neukirchen Hl. Blut saß Lukas Neumeier aus der A-Jugend neben Matthias Dietl und Florian Waldeck auf der Ersatzbank. Die Gesamtbilanz der letzten sechs Begegnungen des SV ist mit zwei Siegen bei nur einer Niederlage und drei Remis gut. Dennoch gelang kein Befreiungsschlag in Richtung gesichertes Mittelfeld, die Mitbewerber punkteten auch kräftig. Umso enttäuschender war, dass am Sonntag nach einer 3:0-Führung in Neukirchen nur ein Unentschieden mitgenommen wurde.

"Über das Spiel in Neukirchen ist alles gesagt worden, der Fokus liegt nun auf Gebenbach und dort sind wir klar in der Außenseiterrolle", blickt Trainer Michael Rösch nach vorne. "Wir treffen mit Gebenbach auf die beste Mannschaft der Liga. Es muss alles passen, wenn wir etwas holen wollen."
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