Fußball
Remis zu wenig für Etzenricht

Sport
Etzenricht
29.08.2016
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Es bleibt dabei, der SC Ettmannsdorf kann gegen den SV Etzenricht nicht gewinnen. Auch am Samstag legten die mit der Empfehlung von zwei Siegen und einem Remis in Folge angereisten Kicker aus dem Schwandorfer Stadtteil drei Mal vor, kassierten in der Nachspielzeit aber noch das 3:3.

"Der Tabellensituation entsprechend zerfahren" und "mit einer großen Fehlerquote beiderseits behaftet", charakterisierte SCE-Trainer Timo Studtrucker den Verlauf, war am Ende alles andere als zufrieden mit der Gesamtleistung seiner Truppe. Wer kann es ihm auch verdenken, denn sein SC sah schon wie der sichere Sieger aus. "Wir sind nur schwer in das Spiel gekommen", monierte er die ersten 20 Minuten. Danach fing sich der Sportclub, fand die Schwachstellen über schnelles Flügelspiel und Marco Seifert markierte den Führungstreffer für die Gäste. Die ideale Vorlage lieferte Johannes Böhm der sich über die rechte Seite kraftvoll durchsetzte. Hätte SC-Spieler Daniel Bohnert präziser aus ähnlicher Situation für Seifert abgelegt, dann hätte der SV wohl wenig später das 0:2 schlucken müssen.

Antreiber Stephan Herrmann


"Wir haben heute aktiver agiert, das Heft mehr selbst in die Hand genommen, konnten durch situatives Pressing immer wieder Möglichkeiten herausspiele", erkannte SVE-Trainer Michael Rösch eine Verbesserung gegenüber den Vorwochen. Vor allem Kapitän Stephan Herrmann schlüpfte in die Rolle des Antreibers und erkämpfte sich Chancen. Die erste in Minute 22 ließ er nach einem Solo in den Strafraum liegen. Er scheiterte aus 10 Metern an der guten Reaktion von Christian Zitzl im SC-Tor. Seine zweite nutzte er zum Ausgleich. Als Wegbereiter glänzte André Klahn, der nach seiner Verletzung wieder für jede Menge Betrieb über den Flügel sorgte. Mit einer Kopfballchance (45.) für den Ettmannsdofer Abwehrchef Florian Tausendpfund ging es in die Pause. Schiri Sven Bode unterbrach die Partie für Trinkpausen, leitete dieses Nordderby der Landesliga Mitte tadellos und kam trotz der kämpferischen Elemente ohne eine Gelbe Karte aus.

Der SC kam besser aus der Kabine. Für Torjäger Seifert (52.) war der Weg für die neuerliche Führung frei, er wurde aber abgedrängt. Das 1:2 ging auf das Konto von Tausendpfund. Ob gewollt oder nicht ist egal, er verlängerte einen abgefälschten Querschläger nach einer Standardsituation per Kopf. Wieder kam die Antwort von Stephan Herrmann: Clever gemacht, bei einem schnell ausgeführten Freistoß aus 20 Metern nutzte er den Überraschungseffekt und erwischte Zitzl auf dem falschen Fuß.

erhöhte die Schlagzahl, der Druck auf das Gästetor erhöhte sich. "Meine Mannschaft hat nur noch reagiert, Kompaktheit vermissen lassen, ihre Linie nicht mehr gehalten und den Gegner eingeladen", kritisierte Studtrucker die zweite Halbzeit. Dennoch schien wenige Minuten vor dem Schlusspfiff der Auswärtserfolg in trockenen Tüchern. Wunderbar diagonal über den Strafraum gezogen, erreichte das Zuspiel von Böhm den Stürmer Seifert und dieser hämmerte am zweiten Pfosten lauernd den Ball ins Netz.

Die Hausherren warfen nun alles nach vorne, kamen zu Gelegenheiten. Klaus Herrmann zielte nach feiner Vorlage vom fleißigen Johannes Pötzl bedient von der Elfmetermarke mit der Innenseite noch vorbei. Beim 3:3 tankte sich Andreas Koppmann an der Grundlinie durch und Andreas Schimmerer vollstreckte aus kurzer Distanz zu seinem vierten Saisontor.

"Zu viele Gegentore"


Der finale Kommentar von Trainer Rösch: "Die Mannschaft hat tolle Moral gezeigt, drei Rückstände egalisiert und dann noch den Ausgleich in letzter Sekunde erzielt. Und das zeigt mir in der jetzigen Phase den Willen der Mannschaft, dass sie etwas bewegen will". Seine Manöverkritik münzt er auf die wiederum kassierten Gegentreffer: "Drei sind einfach zu viel, wir haben bei allen Toren nicht gut ausgesehen, das ging zu leicht".
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