Fußball
SV Etzenricht baut brutal ab

SVE-Torwart Michael Heisig verletzte sich am Knie und musste ausgewechselt werden. Der TSV Kareth führte zu diesem Zeitpunkt bereits mit 3:0. Bild: war
Sport
Etzenricht
08.08.2016
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Der SV Etzenricht konnte den Derby-Heimsieg gegen die DJK Gebenbach nicht bestätigen. Die Blau-Schwarzen verloren am Sonntag beim TSV Kareth glatt mit 0:3.

Kareth-Lappersdorf. Die gastgebende Schuderer-Elf feierte den ersten Heimsieg und drehte nach dem Seitenwechsel auf. "Wir sind alle sehr enttäuscht, weil wir uns sehr viel vorgenommen hatten. Und jetzt stehen wir mit leeren Händen da", quittierte Trainer Michael Rösch diese nicht eingeplante Niederlage. Vor allem die Leistung nach dem Wechsel gefiel dem Trainer nicht: "In der zweiten Halbzeit hat Kareth nochmal zulegen können und wir haben um zehn Prozent nachgelassen. Wir sind nicht mehr in die Zweikämpfe gekommen. Du musst einfach jedes Spiel wie ein Endspiel angehen, das haben wir nicht und sind daher verdient als Verlierer vom Platz gegangen."

Vor dem Wechsel aktiver


Der erste Spielabschnitt war geprägt von taktischen Schachzügen. Beide Teams zogen sich bei Ballbesitz des Gegners sofort zurück und spekulierten auf Fehler. Die Gäste waren bis zum Halbzeitpfiff die aktivere Mannschaft, was sich auch in der Anzahl der Torchancen ausdrückte. Nur einmal musste SVE-Keeper Michael Heisig sein ganzes Können aufbieten, als er gegen Maximilian Vogl (30.) klärte. Vogl hatte sich gegen Andreas Koppmann durchgesetzt und kam aus spitzem Winkel frei zum Schuss. Dagegen standen drei Top-Torchancen für Etzenricht.

Martin Pasieka (9.) angelte sich einen weiten Abschlag von Heisig und zog aus 16 Metern ab. Hier fehlten ebenso wenige Zentimeter wie beim nächsten Versuch, den Johannes Pötzl (11.) nach klugem Doppelpass mit Andreas Schimmerer startete. Beim dritten Anlauf auf das Karether Tor stand Benjamin König (22.) im Fokus. Nach Pass von Kapitän Stephan Herrmann ließ der SV-Verteidiger zwei Karether stehen und Thomas Rechner im Tor des Gastgebers verhinderte den Rückstand.

Kareth nun präsenter


Knapp eine Stunde hielt die Rösch-Elf die Partie noch offen, aber die Steigerung der Schuderer-Truppe zeichnete sich ab, seine Formation war präsenter. Max Vogl (51.) und sein Namensvetter Röhrl (54.) ließen Warnschüsse in Richtung Etzenrichter Tor ab, Florian Folger machte es besser und vollendete nach gewonnenem Zweikampf gegen Konstantin Graßl alleine auf Heisig zustürmend zum Führungstreffer.

Die Karether Bank reagierte mit einem Doppelwechsel auf die Situation und der Wechsel erwies sich als erfolgreicher Schachzug von Trainerfuchs Sepp Schuderer. "Joker" Michael Schuderer schloss einen rasant vorgetragenen Konter ab und musste das Spielgerät nur noch aus kurzer Distanz über die Linie schieben. Röhrl, zuvor noch Vorbereiter, traf beim nächsten Versuch selbst und erhöhte zum Endergebnis.

Nicht genug damit, denn Heisig verletzte sich bei seinem Rettungsversuch am Knie und musste fünf Minuten lang auf dem Platz behandelt werden. Er verließ das Spielfeld auf einer Trage. Für ihn kam Luca Wittmann zu seinem ersten Landesliga-Einsatz. Der Widerstand des Sportvereins war zu diesem Zeitpunkt bereits gebrochen, Kareths Matthias Brunnbauer ließ mit einem Spannschuss aus mehr als 20 Metern die Querlatte zittern. "Mit ähnlichen Leistungen wie der, die wir heute in der zweiten Hälfte abgeliefert haben, droht uns eine schwere Zeit", befürchtet Sportlicher Leiter Markus Hofbauer. "Ohne Laufbereitschaft und Zweikampfstärke über die volle Distanz gewinnt man keinen Punkt."

Du musst einfach jedes Spiel wie ein Endspiel angehen, das haben wir nicht und sind daher verdient als Verlierer vom Platz gegangen.Michael Rösch, Trainer des SV Etzenricht
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