Fußball
SV Etzenricht braucht Erfolgserlebnis

Hellwach und mit Blick auf den Ball, wie hier Johannes Pötzl gegen den ASV Cham, will der SV Etzenricht die nächste Hausaufgabe angehen. Aufsteiger SV Neukirchen Heilig Blut hat auch erst einen Punkt aus drei Partien geholt, zeigte aber respektable Leistungen bei den knappen Niederlagen. Bild: war
Sport
Etzenricht
30.07.2016
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Ein bisher völlig unbekannter Gegner, der SV Neukirchen Heilig Blut, gibt am Samstag (Anstoß 16 Uhr) seine Visitenkarte beim SV Etzenricht ab. Nach vielen Jahren in der Kreisliga scheiterten die Kicker aus dem Wallfahrtsort 2015 zunächst am Landesligaaufstieg. Sie schlossen im ersten Bezirksliga-Jahr als Tabellenzweiter ab und verpassten in der Relegation zur Landesliga den Durchmarsch.

Der SV Neukirchen zeigte jedoch Steherqualitäten. Nach der Saison 2015/16 ging es erneut in die Relegation und machten mit einem Husarenstück von sich reden. Einem 0:2 im Hinspiel auf eigenem Platz folgte ein furioser 5:1-Erfolg beim FC Amberg II. Trainer war Franz Koller, ein aus zahlreichen Engagements bekannter Trainer in der Landesliga. Ihn löste vor Saisonbeginn das Duo Thomas Iglhaut (27) und Simon Meindl (24) als Spielertrainer ab.

Beide traten vor einer Woche in Erscheinung: Iglhaut sicherte mit seinem Treffer zum 2:2 gegen Mitaufsteiger TSV Seebach den ersten Punkt in der noch jungen Saison, Meindl flog zuvor (62.) mit Rot vom Platz. Wenn auch ohne Punktausbeute, verkauften sich die "Rosenkränzler" zuvor schon teuer. Wie der SV Etzenricht unterlagen sie in Bad Abbach, allerdings nur knapp mit 0:1. Zum Landesligaauftakt entführte der aktuelle Tabellenführer SV Hutthurm mit 2:1 die Punkte vom Neuling.

Durch die Nähe zur Grenze erklärbar, verfügt der Aufsteiger über eine dominante tschechische Fraktion. Für reichlich Wirbel in der Transferzeit sorgten Adam Vokac (24) und Adam Vlcek (26). Vokac wechselte zur SpVgg Deggendorf, sein Namensvetter zum ASV Cham. In einer Rückholaktion kehrten beide im Juli an den Wallfahrtsort zurück. Die Riege der Fußballer aus Tschechien stockten Torwart Josef Jurasi (20), ausgebildet bei Viktoria Pilsen, Zdenek Becka (23), zuvor Abwehrchef in Langquaid, und Filip Prochazka (25), vorher unterwegs für Prackenbach, auf.

Natürlich ist diese Partie für den SV Etzenricht gegen den punktgleichen Liganeuling von Bedeutung. Zumal es am Dienstag zu einem der wenigen Derbys für den SVE kommt, wenn die DJK Gebenbach mit Ex-Trainer Faruk Maloku zu Gast ist. Und für das Duell mit der optimal gestarteten DJK ist Selbstbewusstsein zwingend notwendig.

Zunächst aber richtet sich der Fokus auf den Termin am Samstag. Wieder mit dabei ist Mittelfeldspieler Marco Lorenz, dafür werden Tobias Scharl, Thomas Schärtl und Matthias Dietl nicht zur Verfügung stehen. Eine fiebrige Erkrankung plagt Fabian Göbl, André Klahn zog sich im Training eine Sprunggelenksverletzung zu. Der Trainer hofft, dass der Stürmer nicht mehrere Wochen ausfallen wird. Michael Rösch hat trotz des durchwachsenen Saisonauftakts drei Punkte im Visier: "Es wird Zeit, dass wir endlich wieder vom Ergebnis her erfolgreichen Fußball spielen. Es gilt, die Ansprüche an sich selbst zu erhöhen."
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