Fußball
SV Etzenricht gibt Sieg aus der Hand

Klaus Herrmann nimmt mit feiner Technik den Ball an: Der SV Etzenricht gab im Heimspiel gegen den SV Neukirchen beim Heiligen Blut zwar über weite Strecken den Ton an, aber am Ende kamen die Blau-Schwarzen nicht über ein 2:2 hinaus. Bild: war
Sport
Etzenricht
01.08.2016
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Der SV Etzenricht wartet weiter auf seinen ersten Saisonsieg. Auch im Heimspiel gegen den Aufsteiger SV Neukirchen beim Heiligen Blut wollte es nicht mit dem Dreier klappen.

Eigentlich war die Stimmung für die Geburtstagsparty von SVE-Trainer Michael Rösch, er feierte am Samstag seinen 30., ideal. Zumindest bis eine Viertelstunde vor Schluss. Da führte seine Mannschaft völlig verdient mit 2:1 und war drauf und dran, den dritten Treffer zu erzielen. Ein eigentlich schon geklärter Gästeangriff bremste die Euphorie. Der Ball landete bei Neukirchens Rank, der spielte Doppelpass mit Adam Vlecek und dieser vollendete zum 2:2-Endstand. Michael Heisig war noch am Ball, doch der abgefälschte Ball driftete ins Dreieck des Etzenrichter Tores.

Neukirchens Spielertrainer Simon Meindl hatte die passende Spielanalyse parat: "Es war uns klar, dass es heute weniger um schönen Fußball gehen wird. 30 Minuten lang waren wir überlegen, aber ab dem 1:1 sind wir dem Gegner und dem Ball nur noch nachgelaufen." Zum Resultat sagte er: "Wir haben eher einen Punkt gewonnen als zwei verloren."

Sein Gegenüber Michael Rösch stand am Samstag zum 50. Mal als Cheftrainer an der Linie. Aus seiner Analyse klang Frust durch: "Wie in den letzten Wochen haben wir bei den Gegentoren erlebt, wie in der Liga individuelle Fehler brutal und eiskalt bestraft werden." Das Manko aus seiner Sicht war, dass angesichts der Führung nicht nachgelegt wurde. "Als wir das blöde Ausgleichstor kassiert haben, waren wir die aktivere Mannschaft und investierten mehr für das Spiel."

Ohne langes Abtasten ging es in die Partie. Johannes Pötzls Chance (6.) vereitelte Josef Jurasi mit einem Reflex. Die "Rosenkranzler" übernahmen jedoch danach das Kommando, Filip Prochazka setzte mit einem Kopfball (9.) an die Querlatte die erste Duftmarke. Die Gästeführung ging auf die Kappe von Adam Vokac. Er nahm vor dem Strafraum Tempo auf, Uli Herrmann sah sich zu einer Grätsche gezwungen und Neukirchens Bester, Kapitän Michael Bachl, vollendete den verhängten Strafstoß flach und präzise. Für Aufregung sorgte ein nicht gegebener Treffer von Tobi Scharl, der nach einer Standardsituation (27.) vom Assistenten in Abseitsstellung gesehen wurde. Eine ebenso enge wie umstrittene Entscheidung. SVE-Innenverteidiger Scharl stand weiter im Mittelpunkt. Als ihn Neukirchens Thomas Iglhaut 12 Meter vor dem Tor foulte, gab es keine Proteste. Klaus Herrmann nutzte den Elfer zum Ausgleich (41.).

Die Gäste konnten nach dem Seitentausch nicht mehr an die Leistung des ersten Abschnitts anknüpfen. Die rühmliche Ausnahme war der 20-jährige Ex-Pilsener Josef Jurasi im Tor. In Minute 60 riskierte der Keeper Kopf und Kragen, faustete einen Schuss von Pötzl aus vier Metern an die Unterkante der Latte. Beim 2:1 war er machtlos, Pasieka donnerte einen zu kurz geratenen Abwehrversuch ins Netz. Der Platzherren dominierten weiterhin, leisteten sich aber den beschriebenen Ausgleichstreffer. Dem möglichen Heimdreier standen am Ende nach einer Dreifachchance (82.) wiederum der glänzend disponierte Jurasi und das Aluminium im Weg. Andreas Schimmerer wurde bei seinem Kopfball von Andreas Wagerer elfmeterreif weggedrückt, kam aber dennoch an den Ball und der Schiri ließ Vorteil laufen. Der Neukirchner Schlussmann parierte den Köpfler, blockte im Stil eines Stehaufmännchens sofort den Nachschuss von Pötzl. Auch Versuch Nummer drei von Lorenz aus 16 Metern landete an der Latte.

Am Dienstag geht es bereits weiter, wenn die prächtig gestartete DJK Gebenbach mit Ex-SVE-Trainer Faruk Maloku auf der Siegfried-Merkel-Sportanlage antritt. "Wir stehen zusammen, auch wenn es momentan nicht so läuft", stimmte Trainer Rösch seine Mannschaft und die Fans auf den Lokalschlager ein.

Wir stehen zusammen, auch wenn es momentan nicht so läuft.SVE-Trainer Michael Rösch
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