Fußball
SV Etzenricht hebt nicht ab

Den Ball flach halten und konzentriert an die Aufgaben herangehen - Michael Rösch, Trainer des SV Etzenricht, möchte so schnell wie möglich 40 Punkte sammeln, um zunächst den Klassenerhalt unter Dach und Fach zu haben. Bild: war
Sport
Etzenricht
14.07.2016
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"40 Punkte plus" - das ist das Ziel des SV Etzenricht für die neue Landesliga-Spielzeit. Eigentlich niedrig gesteckt, nachdem der SV zuletzt eine ansprechende Saison gespielt hat. Aber Realismus und Bodenhaftung sind beim SVE wichtiger als Wunschdenken.

Samstag, 15 Uhr, startet für den SV Etzenricht die 11. Landesliga-Saison in Serie mit dem Gastspiel beim Bayernliga-Absteiger SpVgg Ruhmannsfelden. 18 Teams, davon 4 ehrgeizige Auf- und 2 nicht minder motivierte Absteiger, stehen im Wettbewerb. Michael Rösch (29), für ihn ist es das dritte Jahr als SVE-Trainer, stand kurz vor dem Auftakt Rede und Antwort über eine mäßige Vorbereitung, ein attraktives Sommerprogramm, Ziele und Favoriten der Liga.

Herr Rösch, wie hat sich ihr Kader gegenüber dem Vorjahr entwickelt?

Rösch: Wir haben es geschafft, den Kader weitestgehend zusammen zu halten. Dass ein, zwei Spieler den Verein verlassen, ist normal. Aber der Kern der Mannschaft hat bereits frühzeitig seine Zusage gegeben. Mit unseren Neuzugängen sind wir sehr zufrieden. Alles junge, hungrige und entwicklungsfähige Spieler, die uns weiterhelfen werden. Zudem haben wir endlich auch wieder zwei Leute auf der Torhüter-Position.

Drückt die wenig erfolgreiche Testspielphase mit einem Remis und vier Niederlagen auf die Stimmung?

Generell sind die Ergebnisse in den Testspielen für mich nicht von hoher Priorität. Zudem waren drei Niederlagen gegen Bayernligisten zu verzeichnen. Dennoch bin ich mit der Art und Weise, wie wir uns in entscheidenden Situationen verhalten haben, nicht zufrieden. Zu viele individuelle Fehler haben sich aufgetan, der letzte Biss hat gefehlt. So dürfen wir uns in der Liga rein gar nicht präsentieren, sonst werden wir uns ganz schnell in Regionen befinden, wo keiner hin will. Noch ist nichts passiert, aber die Schonfrist ist jetzt auch vorbei.

Setzt der 7. Platz in der Endabrechnung der Vorsaison den Maßstab?

Am Anfang der abgelaufenen Runde lief alles optimal, wir haben guten, couragierten Fußball gezeigt. Sicherlich waren auch knappe Spiele dabei, in denen wir das Quäntchen Glück auf unserer Seite hatten. Klar erinnert man sich gerne an die Anfangsphase der letzten Saison. Wir sind aber realistisch genug und wissen genau, dass enorm viel Arbeit dahinter steckt, wenn wir ähnliches wiederholen wollen.

Haben Sie ihre Startformation schon im Kopf?

Aktuell haben wir sicherlich mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. Das tut allen gut und jeder weiß, dass er im Training Gas geben muss. In den Testspielen konnte ich einiges probieren und ließ rotieren. Eine endgültige Startformation habe ich noch nicht ganz im Kopf, diese wird sich Ende der Woche herausstellen.

Bis Ende August stehen einschließlich der beiden Englischen Wochen neun Spieltage an. Wie gehen sie mit dieser Belastung um?

Ja, das ist gleich ein Viertel des Pensums und somit eine sehr entscheidende Phase der Saison. Im Gegensatz zum Vorjahr haben wir die Spiele unter der Woche zu Hause. Das ist sicherlich kein Nachteil. Klar haben auch wir in dieser Zeit den ein oder anderen Urlauber zu verzeichnen und zu ersetzen. Das ist nun mal so im Amateurbereich. Ziel wird es sein, bis Ende August so viele Punkte wie möglich einzufahren.

Was bietet das Sommerprogramm im August zu Hause?

Es umfasst zwei attraktive Derbys gegen die DJK Gebenbach und den SC Ettmannsdorf sowie das Gastspiel von Klaus Augenthaler mit seinem ambitionierten SV Donaustauf. Somit ein tolles Programm, auf das sich die Spieler sowie die Fans gleichermaßen freuen dürfen. Bei Heimspielen haben wir etwas gut zu machen. Warum sollten wir damit nicht gleich in den ersten Wochen anfangen?

Haben Sie ein Saisonziel ausgegeben?

40 Punkte plus und das so schnell wie möglich. Ich denke, dass die Liga noch ein Stück weit stärker geworden ist als letzte Saison. Wir werden in Einzeletappen denken, und da steht das erste kleine Zielfähnchen bei der 40-Punkte-Marke. Danach werden wir weiter schauen. Hiervon rücken wir auch nach unserer guten letzten Saison nicht ab.

Gibt es für sie Titelfavoriten?

Es gibt mehrere Mannschaften, die den Anspruch haben, oben mitzuspielen. Ich denke, dass Fortuna Regensburg sicher vorne dabei sein wird. Aber auch Burglengenfeld oder Donaustauf sind stark einzuschätzen. Es wird spannend und wir freuen uns auf die Saison. Es ist immerhin die elfte für unseren im Vergleich mit der Konkurrenz kleinen Verein.

Klar erinnert man sich gerne an die Anfangsphase der letzten Saison. Wir sind aber realistisch genug und wissen genau, dass enorm viel Arbeit dahinter steckt, wenn wir ähnliches wiederholen wollen.Michael Rösch, Trainer des SV Etzenricht
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