Fußball
SV Etzenricht legt Gegentore auf

Sport
Etzenricht
11.04.2016
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Betretene Mienen beim SV Etzenricht: Gegen den FC Sturm Hauzenberg setzte es die dritte Niederlage in Folge. Und zum dritten Mal musste der schuldlose SV-Keeper Michael Heisig vier Gegentore hinnehmen.

Während die Etzenrichter bei der 1:4-Heimniederlage ihr Potenzial erneut nicht abrufen konnten, trat der Aufsteiger ganz anders auf.

"Wir haben 2016 einen Lauf und erst ein Spiel, und das war im Derby gegen Hutthurm nicht nötig, verloren. Wir waren heute bissiger in den Zweikämpfen und haben bei diesem verdienten Sieg hinten kaum etwas zugelassen", lobte Co-Trainer Ludwig Eckerl für den einer privaten Verpflichtung nachkommenden Ex-Weidener und Spielertrainer Alexander Geiger seine Mannschaft.

Die Aufarbeitung der erneuten Pleite für die Heimelf übernahm Sportlicher Leiter Markus Hofbauer, da Trainer Michael Rösch wegen einer Geschäftsreise verhindert war und sich so unfreiwillig die Heimpleite ersparte. "Kompliment an den FC Sturm, bei uns haben sich nach passablem Anfang und drei Chancen zunehmend Fehler eingeschlichen. Die individuellen Schnitzer ziehen uns runter, wobei wir drei der vier Tore selbst aufgelegt haben", analysierte Hofbauer die Partie.

Klasse Mader-Aktion


In der ersten Viertelstunde trat der SVE weit stärker als in den letzten Heimspielen auf. Besonders der wiedergenesene Kapitän Stephan Herrmann setzte zunächst die Impulse traf in der 7. Minute den Pfosten. Zuvor (2.) lenkte TV-Schlussmann Michael Hellauer einen Heber aus 25 Metern über die Querlatte. Hauzenberg investierte ab Mitte der Halbzeit mehr in das kombinationssichere Angriffsspiel, zeigte sich als geschlossene Einheit: Das 0:1 kam nicht überraschend. Eine Flanke von der rechten Eckfahne wurde auf Goalgetter Manuel Mader abgelegt und dieser vollstreckte nach einen Klasse-Aktion und Körpertäuschung zur Führung. Etzenricht antwortete postwendend. Den einzigen Blackout im FC-Deckungsverbund nutzte Stephan Herrmann aus 20 Metern, als er mit dem rechten Fuß abzog und zum 1:1 traf.

Ohne die Gesamtleistung und den verdienten Sieg der Bayerwald-Truppe infrage stellen zu wollen - das Toreschießen wurde ihr spielend leicht gemacht. Das 1:2 deutete sich an, als sich der SVE nicht aus dem eigenen Halbfeld befreien konnte. Eine verkorkste Spieleröffnung landete beim Gegner, den diagonal in den Sechzehner gespielten Pass donnerte Stephan Schätzl flach in die rechte Ecke. Allerdings aus stark abseitsverdächtiger Position. Mit dem Gegentor zum 1:3 beraubte sich die Rösch-Elf aller theoretisch noch bestehenden Ausgleichschancen: Sowohl die Vorlage für Mader als auch das Zuspiel für das 1:4 von Alexander Starkl fabrizierten Etzenrichter Spieler.

Lorenz vermisst


Der FC Sturm hat nun im Nachholspiel gegen Osterhofen die 40-Punkte-Marke im Visier und will am Wochenende dem Tabellenführer Ammerthal kräftig ärgern. "Drei oder vier Ausfälle können wir jederzeit wegstecken", betonte Eckerl selbstbewusst, Spielertrainer Geiger wechselte sich am Samstag erst während des zweiten Durchgangs ein, ist aber auch wieder voll belastbar. Der SVE hofft dagegen, dass der am Samstag wegen einer Grippe vermisste Mittelfeld-Stratege Marco Lorenz in Lam wieder an Bord sein wird.
Die individuellen Schnitzer ziehen uns runter, wobei wir drei der vier Tore selbst aufgelegt haben.Markus Hofbauer, Sportlicher Leiter des SV Etzenricht
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