Fußball
SV Etzenricht ohne Mumm

Die 450 Kilometer auf der Autobahn haben sich am Samstag für den SV Etzenricht nicht gelohnt. Der FC Sturm Hauzenberg entschied das Match mit 2:0 für sich. In dieser Szene feuert Jürgen Knödlseder einen Schuss auf das Gästetor ab. Bild: war
Sport
Etzenricht
22.08.2016
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Zum dritten Mal in Folge beendete der SV Etzenricht eine Partie als Verlierer und kann sich daher nicht aus dem Tabellenkeller der Landesliga Mitte lösen. Das 0:2 im Staffelbergstadion verlief deckungsgleich mit den Niederlagen in Kareth und zu Hause gegen Aufsteiger Donaustauf.

Eine Stunde hielt die Rösch-Elf das Spiel offen. Im weiteren Verlauf legte der Gegner zu und sorgte für die Entscheidung. Unterm Strich war das Ergebnis gerechtfertigt. Der FC-Spielertrainer und Ex-Weidener Alexander Geiger betrachtete, wie die wenigen Zuschauer, das Match von außen. Eine Augenweide war das Duell schon vor der Pause nicht. Beide Teams stellten den Sicherheitsgedanken oben an, das Publikum sah mehr Alibi-Fußball als packende Aktionen.

"In der ersten Halbzeit wollte keine Mannschaft den entscheidenden Fehler machen", analysierte SVE-Trainer Michael Rösch. "Wir haben uns drei oder vier gute Chancen herausgespielt. Vor allem in der Viertelstunde vor der Pause waren wir am Drücker und hier hätten hier ein Tor vorlegen müssen."

Chancen nicht genutzt


So verfehlte Maximilian Geber (28.) ein Zuspiel von André Klahn vom rechten Flügel, Konstantin Graßl (37.) hatte Pech bei einem brandgefährlichen Kopfball nach einer Ecke, Klahn (39.) fand im Torhüter seinen Meister und Thomas Schärtls Köpfler (41.) wäre auch einen Treffer wert gewesen. Die Hausherren notierten im ersten Abschnitt nur eine Top-Gelegenheit: Alexander Starkl, der überragende Spieler bei Sturm, ließ diese liegen. Die betreffende Rettungstat ging auf das Konto des Etzenrichters Innenverteidigers Graßl.

Nach der Pause führte ein strittiger Strafstoß zur Vorentscheidung. "Den muss man nicht geben, eine Absicht stand nicht dahinter", war die Einschätzung neutraler Betrachter. Der Referee sah ein Handspiel von Tobias Scharl dennoch als vorsätzlich an. "Nach dem Gegentreffer haben wir ein Stück weit den Faden verloren. Da wird dann viel im Kopf entschieden", sagte Rösch. "Der Mannschaft fehlt momentan das Selbstvertrauen. Fehlpässe haben sich eingeschlichen, die Abstände haben nicht mehr gepasst. Das war dann nicht mehr gut von uns." In trockene Tücher brachte den Heimsieg sieben Minuten später Maximilian Zillner mit einem ideal getimten Schuss aus etwa 16 Metern. Danach reihten sich zahlreiche weitere Chancen für den FC Sturm auf, Gästeschlussmann Michael Heisig zeigte sich von seiner besten Seite und verhinderte eine höhere Niederlage.

"Ich habe kein Aufbäumen gesehen, uns fehlt zur Zeit einfach der notwendige Mumm und das Selbstbewusstsein", urteilte SV-Abteilungsleiter Manfred Herrmann zum Auftritt am Fuße des Staffelbergs.
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