Fußball
SV Etzenricht zufrieden mit Punkt

Sport
Etzenricht
18.07.2016
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Mit diesem Unentschieden kann der SV Etzenricht in jedem Fall leben. Zum Saisonauftakt spielten die Blau-Schwarzen 1:1 beim Bayernliga-Absteiger SpVgg Ruhmannsfelden.

Ruhmannsfelden. Unterm Strich war der Teilerfolg im Ruhmannsfeldener Lerchenfeldstadion verdient. Es war das erste Remis zwischen beiden Mannschaften, denn zuvor gab ausschließlich torreiche Siege. "Unser Ziel war es, zu punkten. Und am Ende ist es ein Zähler geworden", fasste SVE-Trainer Michael Rösch nach den spannenden 90 Minuten zusammen.

Eine Standortbestimmung kann der erste Spieltag nicht sein, eher eine Momentaufnahme. Und in dieser zeigten die mit dem kompletten Kader angereisten Etzenrichter bei den Niederbayern ein anderes, weil weit gefälligeres Gesicht als in den Testspielen. Aus den Reihen der Neuzugänge beorderte der Coach André Klahn in den Angriff und Fabian Göbl in die Abwehrkette.

Es dauerte, bis die Gäste den Takt fanden, das Gegentor nach einer Viertelstunde war eine Art Weckruf. Zuvor leistete sich der SV zu viele Abspielfehler. Einer davon in der Platzmitte machte den Weg frei für den Konter, den SpVgg-Stürmer Wolfgang Weidlich zum 1:0 verarbeitete. Aus halblinker Position in den Strafraum eindringend, verlud er Michael Heisig, der auf eine Flanke spekulierte, mit einem Hammer in das kurze Eck. Angesichts der Führung zog sich die Heimelf zurück, der SVE kam besser in die Spur und Klahn (30.) prüfte Mario Vogl im SpVgg-Tor mit einem Schuss aus Höhe der Strafraumkante. Martin Pasieka besaß die beste Gelegenheit für den SV Etzenricht. In Minute 38 setzte er einen Volleyknaller mittig in Richtung Tor und Vogl konnte parieren.

"Wir waren dem Ausgleichstreffer schon vor der Pause sehr nahe", sagte Rösch. "In der zweiten Hälfte haben wir die agilere und präsentere Mannschaft gestellt und den Willen gezeigt, die Partie zu drehen. Mit etwas Glück hätten wir noch mehr erreichen können".

Das erste Saisontor des SVE markierte Andreas Schimmerer nach einem Eckball von Stephan Herrmann. Abwehrspieler Konstantin Graßl verpasste nur knapp und "Schimmi" stand goldrichtig, drückte den von einem Verteidiger noch abgeprallten Ball über die Torlinie. Ruhmannsfelden verlegte sich auf vereinzelte Konterangriffe. Kapitän Martin Kress (67.) kam zur einzigen und besten Chance, sein Drehschuss driftete vom Außenpfosten über die Torauslinie.

Danach erarbeitete sich der Gast weitere Chancen. Marco Lorenz prüfte mit einem raffinierten Freistoß Keeper Vogl (75.). Dieser reagierte hier ebenso gut wie bei einem Schuss mit Vollspann, den Pasieka vier Minuten vor dem Schlusspfiff los ließ. Etzenrichts Sportlicher Leiter Markus Hofbauer zog folgendes Fazit: "Wir haben viel mehr in das Spiel nach vorne investiert und auf Sieg gespielt. Auf diese Leistung lässt es sich aufbauen". Und damit zurück zum Begriff Momentaufnahme: Bereits am Mittwoch kommt die Mannschaft der Stunde, der ASV Cham, als erster Tabellenführer nach einem sensationellen 6:1-Sieg gegen den TSV Bad Abbach nach Etzenricht.

Mit etwas Glück hätten wir noch mehr erreichen können.SVE-Trainer Michael Rösch
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