Fußball
SVE muss ans Punkten denken

Die letzte Paarung SV Etzenricht gegen TSV Waldkirchen, Szene mit Stephan Herrmann, stand vor fünf Monaten auf dem Programm. Die Oberpfälzer wandelten einen 0:1-Rückstand noch in einen 3:1-Heimsieg um. Der Dreier im Mai hatte rein kosmetische Wirkung. Diesmal wäre ein Erfolgserlebnis weit wichtiger für den Vorletzten der Landesliga Mitte. Bild: war
Sport
Etzenricht
08.10.2016
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Nach zwei Niederlagen will der SV Etzenricht nicht erneut ohne Ausbeute bleiben. Im Heimspiel gegen Waldkirchen soll der Hebel umgelegt werden

Dass die Mannschaft Rückschläge wegstecken kann, hat sie im Laufe der Runde schon bewiesen. Fans und Vereinsverantwortliche vertrauen auf diese Fähigkeit, wenn am Samstag um 15 Uhr der Tabellensiebte aus Waldkirchen in die Oberpfalz anreist.

Fest steht, dass die Elf aus dem Passauer Umland keine Halbheiten, sprich Punkteteilungen, schätzt. Sieben Siegen und sechs Niederlagen steht nur ein Remis gegenüber. Keine Kompromisse gab es auch in den bisherigen Duellen des SVE mit dem TSV, denn es stehen je zwei Heimsiege mit jeweils klaren Resultaten zu Buche. Zuletzt gab es das Duell im Mai 2016. Waldkirchen führte auf der Siegfried-Merkel-Sportanlage bis zur 75. Minute mit 1:0. Nach einem verschossenen Foulelfmeter (66.) drehten die Platzherren die Partie und siegten mit 3:1.

Starker TSV-Nachwuchs


Mit Trainer sowie Ex-Zweit- und Drittligaspieler Stefan Binder schnürt der TSV für diese Serie ein Konzept, das sich stark am Einbau des eigenen Nachwuchses orientiert. Mit Erfolg. Mario Strahberger (19) erzielte schon sieben Tore, aus dem gleichen "goldenen Jahrgang" fassten Fabian Pfeil, Christoph Neuwirth und Simon Boxleitner im Landesligateam Fuß. Letzterer als Keeper für den früh verletzten Stammspieler Matthias Lippert. Belebung brachte auch die Rückkehr von Routinier Josef Krieg nach zwei Jahren beim Lokalrivalen Hutthurm. Die letzten zwei Spieltage liefen allerdings nicht wie gewünscht. Das 0:3 daheim gegen Bad Abbach und das 1:4 in Cham standen so nicht auf der Agenda.

Mit 13 Punkten nimmt Etzenricht aktuell den vorletzten Rang ein, das Soll für die Halbserie liegt bei "20 Punkten plus". Zum Vergleich: Der jetzige Ligaprimus DJK Gebenbach schaffte in der letzten Saison den Ligaerhalt mit 43 Zählern. Der SVE sammelte 2015/16 in den 17 Vorrundenspielen 34 Punkte und 18 in der Rückrunde. Michael Rösch wurmte natürlich der frühe Rückstand zuletzt in Burglengenfeld. Dieser durchkreuzte sein Vorhaben. Der Trainer sieht einen extremen Kontrast zwischen Vorbereitung und Spiel: "Im Training sehen viele Sachen recht ordentlich aus, die wir dann aber am Spieltag komplett vermissen lassen". Er denkt dennoch unverändert positiv von Spiel zu Spiel: "Wir haben jetzt die nächste Chance. Dabei ist es mir egal, gegen welchen Gegner es geht. Die Konstellation in der Liga ist sowieso eng".

Dem Team und der sportlichen Leitung ist klar, dass es bis zur Winterpause noch Punkte zu sammeln gilt. "Geschlossenheit zeigen, als Einheit alles raushauen, 90 Minuten beißen und nie aufstecken", gibt der Coach als Ratschlag und Erfolgsrezept den Spielern mit auf den Rasen.

Allerdings ist die Personalsituation angespannt. Der Etzenrichter Kader umfasste zu Saisonbeginn 17 Feldspieler. Nun stößt man zahlenmäßig an Grenzen und dies schränkt den Spielraum des Trainers ein. Andreas Schimmerer, Klaus Herrmann (verletzt) und Konstantin Graßl (Beruf) fehlen bis zur Winterpause. Thomas Schärtl wurde gestrichen.
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