Fußball
Um jeden Zentimeter Rasen

Hat der SV Etzenricht die 1:3-Heimniederlage gegen den ambitionierten Aufsteiger SV Donaustauf, Szene mit Johannes Pötzl (rechts), abgehakt? Gastgeber FC Sturm Hauzenberg ist, im Gegensatz zum Endspurt in der Vorsaison, auch noch nicht in Schwung gekommen. Bild: war
Sport
Etzenricht
20.08.2016
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Im Staffelbergstadion von Hauzenberg treffen zwei Leidensgenossen aufeinander. Sowohl Gastgeber FC Sturm als auch der SV Etzenricht haben in der laufenden Saison der Landesliga Mitte noch nicht richtig Tritt gefasst.

Der SV Etzenricht siegte dort vor rund einem Jahr nach einer dreistündigen Anreise mit 2:1, zog aber zu Hause mit 1:4 den Kürzeren. Beide Teams konnten bislang noch nicht an die Gesamtleistungen der Vorsaison anknüpfen. Weder die Staffelberg-Kicker als Vorjahressechster noch der SVE als Tabellennachbar und Siebter kommen so richtig in die Gänge.

Nur wenige Veränderungen


Während Etzenricht die Grundlagen für das gute Abschneiden vor der Winterpause schuf, legte der vom Ex-Weidener Alexander Geiger (31) trainierte FC Sturm als Aufsteiger einen fulminanten Endspurt hin. Am 25. Spieltag noch 13., gewannen die Niederbayern acht der neun letzten Partien größtenteils deutlich und souverän. Das ist aber Schnee von gestern, in der Momentaufnahme rangiert der FC auf dem 14. und der SV auf dem vorletzten und zugleich 17. Platz. Dies ist schon deswegen erstaunlich, weil sich die Personaldecke bei beiden Mannschaften gegenüber dem Vorjahr nur marginal verändert hat. Geiger musste zwei Spieler ziehen lassen, integrierte aber neun neue.

Erfolgreich schnitt der FC Sturm in der aktuellen Saison in den Derbys ab. Er legte im brisanten Duell Waldkirchen mit 2:0 aufs Kreuz und entführte die volle Punktzahl bei Bayernligaabsteiger Ruhmannsfelden. Der letzte Spieltag war wohl eher für die heutigen Gastgeber aufbauend, denn das 1:1 in Bad Abbach zählt zur Kategorie respektabel. Das 1:3 des SV Etzenricht auf eigener Anlage gegen den SV Donaustauf war dagegen weniger dafür geeignet, das Selbstvertrauen zu stärken. Positive Aspekte aus der Heimniederlage waren, dass Thomas Schärtl nach langer Verletzungspause wieder zu alter Stärke zurückfand und dass sich die Verletzung von Michael Heisig in Kareth als minder schwer erwies. Er verhinderte mit Paraden größeren Schaden und war bei den teils unglücklichen Gegentoren chancenlos. Dazu kam André Klahn nach mehrwöchiger Zwangspause zu einem Kurzeinsatz und zeigte sich in guter Verfassung.

Trainer Michael Rösch schätzt die Aufgabe in Hauzenberg so ein: "Ich erwarte mir ein Spiel, in dem um jeden Zentimeter Rasen gekämpft wird." Er charakterisiert den FC als eine kompakte Mannschaft, die versuchen wird, über die Zweikämpfe ins Spiel zu kommen. "Gegen Donaustauf haben wir unglückliche Gegentore bekommen", blickt er auf die Vorwoche und mahnt: "Defensiv gilt es, stabil aufzutreten. 15 Gegentreffer in der Summe sind definitiv zu viel". Vor allem will er, dass auch im letzten Spieldrittel die Konzentration hoch gehalten wird und die sich ergebenden Chancen sauber zu Ende gespielt werden.
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