Fußball
Zuschauer haben ihren Spaß

Gelungener Test für die SpVgg SV Weiden: Nach dem Remis am Freitag in Raigering schlug die Galasek-Elf den Landesligisten SV Etzenricht mit 7:3 auf dessen Anlage. Die Wasserwerk-Truppe wirkte engagierter und hatte Vorteile im Zweikampfverhalten. Im Bild links Ibrahim Devrilen, der ein Testspiel für die Weidener bestritt, im Dreikampf mit den Etzenrichtern Konstantin Grassl und Jonas Walberer. Bild: war
Sport
Etzenricht
27.06.2016
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Erfreulich torgefährlich präsentierten sich beide Teams beim Vorbereitungsspiel in Etzenricht, denn zehn Tore in einem Match gibt es nicht alle Tage zu sehen.

Bei idealen Platz- und Witterungsbedingungen sahen die Zuschauer auf dem Siegfried-Merkel-Sportplatz eine dominant auftretende SpVgg SV Weiden und wurden mit zehn Treffern für ihr Kommen belohnt. Wir nehmen einen positiven Eindruck mit", äußerte sich ein zufriedener SpVgg-Trainer Tomas Galasek lächelnd nach 90 Minuten. "Meine Mannschaft hat heute spielerische Klasse gezeigt, hat mit den Toren ihre Qualität in der Offensive bestätigt", freute sich der Coach. Differenziert urteile sich SVE-Cheftrainer Michael Rösch. Als Plus sah er die Variationsmöglichkeiten: "Alle Spieler kamen zum Zug, wir haben eine Menge ausprobieren können, gefreut hat mich das Comeback von Tom Schärtl, der sein erstes Tor gemacht hat und unser Dank gilt dem jungen Bastian Lugert, der im Tor ausgeholfen hat". Seine Kritik: "Wir haben zu schnell aufgesteckt und sind nicht im notwendigen Maß in die Zweikämpfe gegangen, das zeigte die Körpersprache, denn die Weidener waren auf dem Rasen viel präsenter als wir". Die Partie zeigte auch, dass der Landesligist die fehlenden Akteure Marco Lorenz, Martin Pasieka, Andreas Koppmann und Michael Heisig nicht im Stück kompensieren kann.

Bei der Elf vom Wasserwerk fehlten auch eine Anzahl Stammkräfte wie Ralf Egeter, Lucas Hudec oder der Ex-Etzenrichter Stefan Graf. Die Galasek-Truppe ist aber von der individuellen Spielstärke weit breiter besetzt. Dazu testete der Bayernligist Ibrahim Devrilen, der Stürmer vom FC Amberg spielte die volle Distanz durch. "Ich habe gute Ansätze gesehen, ob er zu uns kommt wird sich nächste Woche entscheiden", so der Trainer dazu.

Die Gastgeber wirken nach den schnellen Gegentoren verunsichert und brachten es erst in der 42. Minute zu einer Top-Torchance. Johannes Pötzl hatte sich über die linke Außenbahn durchgetankt, TW Dominik Forster verhinderte per Reflex einen Treffer von André Klahn. Zuvor hatte Marco Kießling nach einem schulmäßigen Kopfball von Heimkehrer Thomas Schneider das 0:1 markiert, Michael Riester erhöhte mit einem Schlenzer gegen eine ungeordnete SV-Deckung auf 0:2 . Unmittelbar vor dem Pausenpfiff stellte Schneider per raffiniertem Freistoß aus 18 Metern den leistungsgerechten Pausen-Zwischenstand her.

Das muntere Torschießen schloss Routinier und Einwechselspieler Christoph Hegenbart unter die Latte fort. Wie Slalomstangen umkurvte Dennis Paulus seine Gegenspieler, beim 0:5. Ein wunderschöner Treffer, gelang Klahn. Die Gäste hatten gegen sein auf der Außenbahn gestartetes Solo, das er mit einem tollen Schuss auf Strafraumhöhe vollendete, keine Gegenaktion zu bieten. Etzenricht gewann an Selbstvertrauen und Kapitän Stephan Herrmann verkürzte auf 2:5. Fast im Gegenzug stellte der wie immer überragend laufstarke Weidener Spielführer Thomas Wildenauer nach einem SVE-Abwehrfehler den alten Abstand wieder her.

In den Schlussminuten schepperte es nochmal auf beiden Seiten. Zuerst sorgte Schneider mit einem sicher ausgeführten Elfer, nach Foul an Hegenbart, für das 2:7. Nahezu postwendend glückte Schärtl das dritte Tor für die Gastgeber. Glänzende Vorbereitung dafür leistete Matthias Dietl, als er ohne Eigennutz auf den mitgelaufenen Stürmerkollegen quer legte.
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