Landesliga Mitte
SV Etzenricht muss zum ASV Cham

SV-Spieler Johannes Pötzl (schwarz-blaues Trikot) setzte sich im Hinspiel gegen die Chamer Kontrahenten zur Wehr. In der Nachspielzeit wurde es in Etzenricht richtig turbulent. Bild: war
Sport
Etzenricht
05.11.2016
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Für den SV Etzenricht steht in der Landesliga Mitte ein Oberpfalzderby auf dem Programm. Mit dem ASV Cham hat der SV noch ein Hühnchen zu rupfen. Die Gedanken an das umstrittene Hinspiel sind bei Trainer Michael Rösch noch allzu präsent.

Das erste Auswärtsspiel der Rückrunde führt den SV Etzenricht in der Landesliga Mitte am Samstag auf die Sportanlage des ASV Cham. Dort wird um 14 Uhr die 14. Auflage dieses Oberpfalzduells angepfiffen. Vier Spiele ohne Niederlage, vor allem die beiden deutlichen und verdienten Erfolge gegen den Vorletzten SpVgg Ruhmannsfelden und den Letzten SV Sorghof bedeuten, dass zu den Direktabstiegsplätzen eine Distanz von sieben Punkten gelegt werden konnte. Die Differenz zum einstelligen Tabellenplatz schrumpfte auf drei Punkte. Aber Vorsicht: Auch der Abstand auf die Relegationsplätze ist minimal. Mit Hutthurm als 14. liegt der SVE gleichauf.

Viele Jugendspieler


Der ASV Cham richtet seinen Fokus in einen anderen Bereich, blickt nach oben und hat mit 29 nur drei Zähler weniger als der aktuelle Zweite aus Bad Kötzting auf dem Habenkonto. SVE-Trainer Michael Rösch kommentiert die Aufgabe wie folgt: "Cham will oben mitspielen, ist gut gestartet und wird zu Hause alles daransetzen, an den Führenden dranzubleiben. Wir sind in Cham sicher nicht favorisiert, aber dennoch wollen wir etwas Zählbares mitnehmen. Schon allein, um unsere aktuelle Position weiter auszubauen." Am Kader seines Kollegen Uwe Mißlinger schätzt er, dass sich dieser aus sehr vielen Spielern aus der eigenen Jugend rekrutiert. Dazu stieß vor Saisonbeginn mit dem Ex-Weidender und Ex-Amberger Michael Plänitz ein erfahrener Mann mit viel Qualität.

Nur ungern geht der Blick zurück auf das Hinspiel im Juli. "Das steckt schon noch irgendwie im Kopf", sagt Rösch. Zweimal lag der gut aufgelegte SVE durch Tore des derzeit verletzten Andreas Schimmerer in Front, kassierte in der Nachspielzeit durch ein höchst umstrittenes Eigentor aber noch den entscheidenden Treffer. Der Schiedsrichter hatte den Treffer zunächst nicht anerkannt, revidierte zum Entsetzen der Etzenrichter Fans nach lautstarken Protesten der Gäste seinen Entschluss, so dass die Partie mit 2:3 verloren ging. Auch das letzte Aufeinandertreffen in Cham verlor die Rösch-Truppe im Mai mit 1:2.

Dünner Kader


Mit fünf Siegen liegt der SV gegenüber vier des ASV in der Langzeitstatistik aber vorne. Aber das ist Vergangenheit. Letzte Woche holte die Mißlinger-Truppe mit einem 1:0 die volle Punktzahl. Ausgerechnet beim TSV Bad Abbach, einem direkten Mitbewerber um den zweiten Rang. Den Treffer des Tages erzielte Tobias Wich. Normal sind Johannes Bierlmeier (7 Tore), Daniel Schmaderer (7) und Daniel Engl (6) die Spezialisten für diesen Job. Der Sieg auf der Freizeitinsel egalisierte die zuvor sicher nicht einkalkulierte 2:3-Heimniederlage gegen Aufsteiger Neukirchen b. Hl. Blut.

"An unserem dünn besetzten Aufgebot wird sich bis zur Winterpause nichts ändern", hatte der SVE-Trainer schon vergangene Woche angekündigt. Mit einer Ausnahme: André Klahn war am Samstag bereits auf dem Spielberichtsbogen erfasst, Rösch schonte ihn aber bewusst und hat nun die Möglichkeit, ihn in Cham nach überstandener Leistenverletzung zu bringen.
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