Landesliga Mitte
SV Etzenricht wacht zu spät auf

Nur kurz stand Andreas Schimmerer (blaues Trikot) für den SV Etzenricht bei der Heimniederlage gegen die SpVgg Osterhofen auf dem Platz. Mit einer Rückenverletzung musste er ins Klinikum eingeliefert werden. Bild: war
Sport
Etzenricht
26.09.2016
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Der Aufwärtstrend der letzten Wochen ist gestoppt. Der SV Etzenricht setzt in der Landesliga Mitte den Heimauftritt gegen die SpVgg Osterhofen mit 1:3 in den Sand. Besonders die Anfangsphase verschläft die Mannschaft von Trainer Michael Rösch.

Nach vier soliden Auftritten leistete sich der SV Etzenricht auf eigener Anlage eine Pleite gegen die SpVgg Osterhofen, einen Mitkonkurrenten im Kampf um den Ligaerhalt. Die Niederlage war nach etwas mehr als einer halben Stunde besiegelt. Die Niederbayern hatten die Partie im Griff und führten vorentscheidend mit 3:0. Die Heimelf agierte schlecht sortiert. "Die Leistung unserer Mannschaft war eine Riesenenttäuschung", resümierte SV-Abteilungsleiter Manfred Herrmann. Die SpVgg schloss durch den Dreier mit 13 Punkten zum SV auf.

Das Spiel ähnelte dem Duell vor zehn Monaten: Auch damals hatten die Niederbayern den SVE mit 4:0 demontiert. Daran erinnerte Gäste-Trainer Andreas Kölbl: "Wir hatten uns vorgenommen, wie im Vorjahr aggressiv gegen den Ball zu arbeiten. Dadurch verdienten wir uns den Lohn im Sechs-Punkte-Spiel." "Die Art und Weise der Niederlage gibt mir Rätsel auf. Wir haben uns den Schneid abkaufen lassen, sind nicht in die Zweikämpfe gekommen", monierte SVE-Trainer Michael Rösch. Er will die Einbuße mit der Mannschaft aufarbeiten und die Gründe selbstkritisch hinterfragt sehen.

Osterhofens Bester, Stefan Lohberger, war an allen Treffern beteiligt. Er assistierte beim 0:1, als er auf Stefan Killinger ablegte und dieser den Ball über die Linie beförderte. Beim 0:2 spazierte Lohberger ungehindert durch die heimische Abwehr, spielte quer und Lukas Grzesik hatte die Wahl, in welche Ecke er einschob. Umgekehrt, Grzesik als Vorbereiter und Lohberger als Torschütze, lief die Kombination beim dritten Treffer ab. Auf der anderen Seite verhinderte der SpVgg-Schlussmann mit einem Reflex den möglichen Anschlusstreffer, als er einen Kopfball von Matthias Dietl (32.) über die Latte lenkte. Der SVE wirkte geschockt, kam erst in der 22. Minute zur ersten Ecke. André Klahn, Johannes Pötzl und Dietl hatten Gelegenheiten, es fehlte aber das nötige Quäntchen Glück.

intensivierte die Offensivbemühungen, mehr als zwei oder drei kleinere Chancen sprangen aber nicht heraus. Per Kopfball markierte Martin Pasieka nach feiner Flanke von Stephan Herrmann den 1:3-Anschlusstreffer. Eine Schlüsselszene spielte sich nur eine Minute später ab: Pötzl traf aus fünf Metern nur den Pfosten. Um Zentimeter verfehlte Marco Lorenz mit einem gefährlichen Freistoß das SpVgg-Tor.

Unschön und völlig überzogen war ein Foul am eingewechselten Andreas Schimmerer, der kurz nach seinem ersten Ballkontakt mit einer Rückenverletzung vom Platz und nach dem Spiel ins Klinikum musste. Dadurch musste der SV das im ersten Spielabschnitt vergeigte Spiel mit zehn Akteuren beenden.
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