Ettmannsdorf holt mit 2:2 noch einen Punkt
Etzenricht verspielt eine 2:0-Führung

Vermischtes
Etzenricht
06.03.2016
4
0

Im Oberpfalzduell der Landesliga Mitte zwischen dem SV Etzenricht und dem SC Ettmannsdorf gab es wie in der Vorsaison am gleichen Schauplatz ein 2:2-Unentschieden. Die Heimelf verspielte dabei eine 2:0-Führung. Das lag neben dem Unterzahlspiel ab der 53. Minute auch an der hervorragenden Moral, denn der SC bäumte sich auf und wurde aufgrund der engagiert geführten Schlusssequenz noch mit dem Ausgleich belohnt.

Lange Bälle auf Seifert


"Egal, ob mit 10 oder 11 Mann auf dem Feld, die Art und Weise, wie wir die beiden Gegentore eingefangen haben wird unserem Anspruch nicht gerecht", kritisierte SV-Trainer Michael Rösch danach völlig zu Recht. Denn der Sportclub agierte mit langen Bällen auf Angriffsführer Marco Seifert. Die vorbereitenden Bälle waren lange in der Luft, die SV-Verteidigung sah beide Male nicht gut aus und Michael Heisig im Tor war gegen die platzierten Torschüsse des Goalgetters chancenlos.

Ettmannsdorf hatte vor dem Wechsel mehr vom Spiel, kreuzte zwei- oder dreimal gefährlich vor Heisig auf. Überwiegend neutralisierten sich die Mannschaften, hoch in Richtung Ettmannsdorfer Halbfeld gespielte Bälle wurden sichere Beute der überragenden Innenverteidiger Daniel Bäumler und Florian Tausendpfund. Eine torreife Szene gab es: Ein raffiniert von Etzenrichts Kapitän Stephan Herrmann ausgeführter Freistoß aus 22 Metern knallte an den Pfosten, Keeper Christian Zitzl war schon geschlagen. Erwähnenswert waren noch zwei Gelbe Karten für Marco Lorenz und Klaus Herrmann in Minute 35. Sie hatten Spätfolgen, denn der Schiri verhängte nach einem ungeahndeten Foul an Lorenz und dem nachfolgenden regelwidrigen Einsteigen von Herrmann gegen Letzteren Gelb-Rot. In Unterzahl konnte sich der Sportverein nicht mehr aus der Umklammerung befreien.

Dennoch sah es aus der Perspektive der SVE-Anhänger eine Stunde gut aus. Im weit turbulenteren zweiten Durchgang legte Johannes Pötzl das 1:0 vor, stieg nach einer Lorenz-Ecke am höchsten und wuchtete einen Kopfball in das Kreuzeck. Das 2:0 folgte wenig später: In einer Eins-zu-Eins-Situation schüttelte Martin Pasieka seinen Beschatter ab und visierte die lange Ecke an. Zuvor (53.) ließ Pötzl nach toller Balleroberung und Steilvorlage von Klaus Moucha eine Doppelchance liegen. "Etzenricht spielte mit Euphorie und beinahe wäre das Spiel in die falsche Richtung gekippt", kommentierte SC-Coach Timo Studtrucker diese Phase und ergänzte: "Der Anschlusstreffer war eine Art Initialzündung, wir haben das Match in den Griff bekommen und der SV hat sich fallen lassen."

Tausendpfund verletzt


Einmal stand der Punkt für die Ettmannsdorfer noch auf der Kippe. "Wenn er gepfiffen hätte, könnten wir uns nicht beschweren", räumte Studtrucker ein, denn in der Nachspielzeit wurde Scharl sechs Meter vor dem SC-Tor gefoult und der Unparteiische scheute die Verantwortung, pfiff die Begegnung ab. Keinen guten Ausgang nahm das 2:2 für zwei Leistungsträger. Der bis dahin souveräne SC-Abwehrchef Tausendpfund zog sich bei einem Kopfballduell vermutlich einen Nasenbeinbruch zu und SVE-Kapitän Stephan Herrmann, bis dahin Pluspunkt, musste unmittelbar vor der Pause mit einer Muskelverletzung passen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Fußball (1553)SC Ettmannsdorf (110)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.