Etzenrichter Dorfmeisterschaft
Kickende Watterer

Da war nichts zu machen: Auf dem Platz gingen die Akteure mit Haken und Ösen zu Werke und erzielten viele Tore.
Vermischtes
Etzenricht
21.06.2016
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So sehen Sieger aus: Die Katholische Landjugend holte sich mit Anleihen anderer Religionsgemeinschaften den begehrten Wanderpokal. Bilder: war(2)

Watten und Fußball passen nicht zusammen? Von wegen. Bei der 12. Etzenrichter Dorfmeisterschaft ist besonderes Geschick in beiden Disziplinen nötig. Den Sieg sichert sich dabei ein spezielle ökumenische Kombi.

Das Risiko, die 12. Dorfmeisterschaft trotz der kräftigen Regengüsse durchzuziehen, lohnte sich. Bis auf zehn Minuten mit einer Dusche von oben waren die äußeren Bedingungen zum Kicken ideal. "Wir kennen die Beschaffenheit unseres Platzes, er steckt eine Menge Wasser sehr schnell weg", war sich Abteilungsleiter Manfred Herrmann sicher. Wichtig vor allem für die Südtiroler Fußballfreunde aus Algund, denn sie nahmen als Stammteilnehmer eine lange Anreise auf sich. 20 spannende Spiele auf dem Rasen und ebenso viele Duelle im Watten zogen sich bis 19.15 Uhr hin.

Den Sieg holte sich unerwartet, aber verdient, die Katholische Landjugend. Die Besonderheit lag in der Zusammenstellung des Siegerteams: Zwei "Evangelische", Erik Teichmann und Peter Herrmann, legten mit einer famosen Siegesserie beim Watten die Basis. Im Tor stand mit Kushi Mehmeti ein Muslim, der nicht nur beim 2:1 im Finale ein sicherer Rückhalt war. Florian Schregelmann war eigens aus Halle angereist.

Buntgemischt präsentierten sich die acht Kleinfeld-Mannschaften. Vom Ex-Regionalliga-Crack "Robo" Wendl aus dem Steigacker, über gestandene Landesliga-Akteure, Aktive aus allen Nachwuchsteams des SV, Spielerinnen aus der Frauen-Mannschaft bis hin zu vereinslosen Hobby-Kickern spannte sich der Bogen. Der Titelverteidiger, die UPW, musste sich erst im spannenden Endspiel geschlagen geben. Dritter wurde eine Truppe, die seit dem ersten Turnier dabei ist: die Spielgemeinschaft Clubfreunde/Berlinfahrer. Gewohnt spielstark präsentierte sich die Gamper-Elf aus der Patengemeinde als Viertplatzierter mit einem kräftig verjüngten Kader. Bei den Südtirolern sprang "Menta" Schmid als "Gastspieler" beim Watten ein. Mit wechselndem Erfolg, wie sich zeigte.

Platz fünf, er bedeutete den Sieg bei der Trostrunde, ging nach Siebenmeterschießen an die Kirwaleit. Sie hatten zuvor 3:2 über die Herrmann-Elf (6.) dominiert, lagen aber beim Kartenspiel hinten. Die "Herrmänner" zeigten technisch starken Mehrgenerationen-Fußball, vor allem die Youngsters lassen einiges für die kommenden Wettbewerbe erwarten. Ein sofortiges Straftraining verordnete sich die Mannschaft "Habibi" nach dem unbefriedigenden siebten Platz, denn die Burschen glänzten bei der Siegerehrung durch Abwesenheit.

Anders der 8. Sieger: Der "Praise You FC", Juniorenspieler des SV, hatten nicht nur das coolste und für den Wettbewerb geschaffene orange-weiße Trikot, sondern kombinierten auch gefällig. Fehlendes Glück oder schlechtes Blatt verhinderten eine bessere Platzierung. Das hielt die Jungs nicht davon ab, kräftig zu feiern. Die Schiris Konrad Hörl, Max Pleier und Markus Hofbauer hatten ihre Partien im Griff, konnten aber leider nicht verhindern, dass es zu einigen Blessuren kam.

Bei der Pokalverleihung dankte Bürgermeister Martin Schregelmann SV-Vorsitzendem Martin Auschner und Herrmann für die perfekte Organisation.
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