Lagerfeuer die rettende Insel

An der Burgtreppe ahnte noch kaum einer der nächtlichen Wanderer, was sie auf ihrem Weg durch die dunkle Nacht alles erwarten würde. Bild: wro
Freizeit
Falkenberg
05.09.2016
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Nachts knackt es im Unterholz besonders unheimlich. Das Rascheln trockener Zweige klingt viel lauter als am hellen Tag. Und die Rufe draußen lebender Tiere wirken geheimnisvoller als sonst, wie die Teilnehmer einer besonderen Wanderung erlebten.

Vieles ist in der Nacht unwirklicher als tagsüber. Fürchtete sich nicht auch Harry Potter vor den nächtlichen Ausflügen ins Ungewisse? Für Gänsehaut sorgen undefinierbare Geräusche rundherum, gewohnte Wege erscheinen oft unbekannt. Wie schnell kann man sich in der Dunkelheit verlaufen.

Bis ins Detail geplant


Der schauerliche Ausflug ins "Ungewisse" sollte daher auch gut geplant sein. Bestens organisiert war die Nachtwanderung des Tourismusvereins, ein weiterer Höhepunkt im großen Ferienprogramm der Falkenberger Marktgemeinde. Begleitet von der erfahrenen Geopark-Rangerin Angela Scharnagl und Tourismusverein-Vorsitzender Maria Bauer machten sich rund 30 Kinder mit hell leuchtenden Taschen- und Stirnlampen bewaffnet auf einen weiten und schier endlos langen Weg in das geheimnisvolle Dunkel der hereinbrechenden Nacht. Unterstützung auf ihrem Fußmarsch erhielten die beiden Organisatorinnen von weiteren erwachsenen Begleitern.

Unheimlich gruselig


Start und Ziel der unheimlich gruseligen Wanderung war der Falkenberger Marktplatz. Wenige Minuten vor Sonnenuntergang ahnte noch kaum einer der Buben und Mädchen, was sie an diesem Freitagabend wohl erwarten würde. An der Burg fröhlich vorbeiziehend, überquerten sie die Waldnaab, dann führte sie der Weg hinauf in Richtung Troglauer Mühle. Falkenberg hinter sich lassend wählte man schließlich den Weg weiter nach Gumpen. Inzwischen war es stockdunkel geworden. Das eine oder andere Mal meinte man Stimmen zu hören, vermeintliche Irrlichter entpuppten sich als Scheinwerferkegel eines auf dem Feld arbeitenden Traktors. Es war bereits merklich stiller geworden.

Begleitet vom nächtlichen Sternenhimmel erreichte man, den Weg nur noch vom Lichtkegel der Taschen- und Stirnlampen erleuchtet, endlich ein "rettendes" Licht, wo Elisabeth Schabl mit Spuk- und Gruselgeschichten bereits auf die jungen Wanderer wartete. Die helle Lichtquelle entpuppte sich als ein prasselndes Lagerfeuer, das zur Rast und zum Vorlesen einlud. Gemeinsam lauschten die Kindern dort nicht nur den spannenden Erzählungen. Bei einer kühlen Limo und einer kleinen Brotzeit zeigten sie auch keine gesteigerte Eile zum Aufbruch. Der nächtliche Heimweg - zurück zum Falkenberger Marktplatz - konnte gerne noch ein wenig warten.
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