Mit Mut und Puste

Die Aufgaben waren schwieriger als gedacht: Mit einem Mundstück einen Luftballon aufblasen, den Notenständer richtig aufstellen und Hühnereier auf Trommelschlägeln balancieren. Assistiert von Helfern aus den Reihen der Falkenberger Blasmusik zeigte Vorsitzende Veronika Höcht (links) den Kindern, wie es funktioniert. Bild: wro
Freizeit
Falkenberg
22.08.2016
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Wer bei einem Instrumentenparcours an Trompeten, Posaunen und Klarinetten denkt, liegt sicher nicht daneben. Beim gleichnamigen Ferienprogramm der Falkenberger Blaskapelle war aber vieles ganz anders.

Was bei dieser außergewöhnlichen Orchesterprobe an einem sonnigen Freitagnachmittag fehlte, waren die sonst üblichen Instrumente und die dazugehörigen Notenkoffer. Statt Terzen und Quinten beherrschten zunächst Kinderstimmen den Falkenberger Grundschulhof. Rundherum hatte man Tische aufgebaut. Statt der Noten und Notenschlüssel entdeckten die Buben und Mädchen bunte Luftballons, Mundstücke in verschiedenen Größen, hölzerne Trommelschlägel. Noch immer ist Ferienprogrammzeit: Eine gute Gelegenheit, seinen Verein einmal näher vorzustellen. Wie schon im Vorjahr beteiligte sich die Blaskapelle Falkenberg auch diesmal wieder mit einer ungewöhnlichen Musik-Lehrstunde am Freizeitprogramm der Marktgemeinde. Nicht nur die Kinder, ebenso auch die Erwachsenen - Mitglieder der Blaskapelle - waren beim vereinseigenen Instrumentenparcours mit Feuereifer bei der Sache.

Knifflige Aufgaben


Das sonderbare Zubehör- und Instrumentensammelsurium barg aber auch knifflige Aufgaben. Mit einem Mundstück Luftballons aufblasen (und vielleicht auch noch zum Platzen bringen) erschien zwar einfach, war es aber - trotz aller Mühen - dennoch nicht. Mit etwas Geschick, einer entsprechenden Anleitung und reichlich Puste gelang das "Kunststück" nach anfänglichen Misserfolgen. "Machbar" war das Balancieren eines Plastik-Hühnereis auf zwei Trommelschlägeln. Nebenan plagten sich zwei Buben mit Notenständern ab. Die "verflixten Dinger" wollten einfach nicht stehen bleiben. Aber nach einigen "Übungseinheiten" und wenigen gezielten Tipps gelang auch diese Aufgabe spielend einfach; zu guter Letzt konnten die Notenhefte doch noch aufgeschlagen werden.

Spielerisch und "mit links" erlernten die Kinder nach und nach den Umgang mit dem Instrumenten-Zubehör. Beim anschließenden Wissenstest aber waren nochmal die grauen Gehirnzellen gefragt. Gemeinsam mit ihren Helfern teilte Vorsitzende Veronika Höcht bedruckte Blätter aus; darauf waren Musikinstrumente aufgemalt. Wie sie heißen, wollte man wissen. Die Kinder überlegten kurz, schrieben ihre Antworten aufs Blatt. Wie diese klingen, mussten die Kinder freilich auch vormachen. Nicht weniger schwierig waren die "allgemeinen Fragen" rund um die Blasmusik. Abschließend wurde es nochmal spannend: Endlich wurden die richtigen Musikinstrumente vorgestellt, die Kinder suchten sich ihren Favoriten aus und durften - sofern sie überhaupt einen Ton herausbrachten - ein wenig darauf spielen. Doch Blaskapellen-Vorsitzende Veronika Höcht hatte vorgesorgt. Erfahrene Musiker aus den Reihen der Falkenberger Blasmusik zeigten den Kindern schließlich, wie es geht. Wer sich die kleine Trommel ausgesucht hatte, der war freilich fein heraus. Das Musizieren gelang hier ohne große Unterstützung.

Brotzeit zur Stärkung


Lohn der bestandenen "Prüfung" war neben einer "Lehrgangsbescheinigung" die heiß ersehnte Brotzeit. Ob aus den Ferienmusikern einmal "richtige" werden, muss sich noch zeigen. Vorsitzende Veronika Höcht ist zuversichtlich.
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