Weltoffene Stubenmusik

Die "Fraunhofer Saitenmusik" gibt am 26. November ein Konzert im Kapitelsaal der Falkenberger Burg. Bild: privat
Kultur
Falkenberg
15.11.2016
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Sie haben die Stubenmusik aus den dörflichen Wohnzimmern geholt, kräftig entstaubt und auf ein hohes kammermusikalisches Niveau gehoben. Die Musiker der "Fraunhofer Saitenmusik" überzeugen durch Ausdrucksstärke. Am 26. November gastieren sie auf Burg Falkenberg.

Das Konzert im Kapitelsaal der Burg ist mit "Staade Weisen zum Advent" überschrieben. Die Besucher erwartet traditionelle und weltoffene Stubenmusik. Die Musiker der "Fraunhofer Saitenmusik" - 1978 in München gegründet - spielten bereits auf allen Kontinenten. Harfe, Hackbrett, Gitarre, Flöten und Kontrabass verschmelzen zu einem facettenreichen musikalischen Wohlklang. Jede ihrer Kompositionen hat einen unverwechselbaren Charakter und jede Bearbeitung ist mit feiner künstlerischer Feder ausgeführt.

Das "Fraunhofer" - eines der ältesten und schönsten Wirtshäuser Münchens - hat bei der Namensgebung der "Fraunhofer Saitenmusik" Pate gestanden. Hier haben sich Heidi Zink und Richard Kurländer kennengelernt und die "Fraunhofer Saitenmusik" gegründet. Zusammen mit dem Bassisten Gerhard Zink und dem Gitarristen Michael Klein hat das Quartett den Status einer musikalischen Institution. Die "Fraunhofer" zählen heute landauf landab zu den bekanntesten Gruppen, weil sie in all den Jahren ihren eigenen Stil und ein unverwechselbares Klangbild geschaffen haben. Mit ihrer Kreativität, ihrer Liebe zum Detail und ihrer Ausdrucksstärke haben die vier mit allen Vorurteilen über die oft belächelte Stubenmusik gründlich aufgeräumt. "Fraunhofer", das ist nicht nur traditionell alpenländisch, sondern ebenso europäisch und weltoffen.

Nach mehr als drei Jahrzehnten des Zusammenwirkens als Trio und Quartett musste die Gruppe den plötzlichen Tod ihrer Hackbrettspielerin Heidi Zink im Juni 2013 hinnehmen. Eine tiefe und schmerzliche Zäsur. Richard Kurländer, Michael Klein und Gerhard Zink fehlte plötzlich nicht nur ein Viertel zur musikalischen Vollkommenheit, sondern vor allem ein Mensch, eine Freundin, eine Gattin. Doch die Musik siegte nach geraumer Zeit über die Trübsal. In der Flötistin und Cellistin Michaela Schmid fanden die drei nicht nur Ersatz, sondern eine hoch musikantische Kombattantin. So war der Verlust auch eine Herausforderung. Die vier können zusammen aus einem großen Vorrat an Klangfarben und Interpretationsmöglichkeiten schöpfen. Was die "Fraunhofer Saitenmusik" schon immer auszeichnet, ist die Fähigkeit, musikalische Spannungsbögen aufzubauen, die die Lust am Zuhören nie abreißen lässt.

Kartenvorverkauf


Das Konzert in Falkenberg am Samstag, 26. November, beginnt um 19.30 Uhr, Einlass ist um 19 Uhr. Eintrittskarten gibt es in den Falkenberger Geschäften Polnisch (Schoppermühle) und Fischer (Kramer) und übers Internet unter www.nt-ticket.de.
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