Bohren, sprengen, bohren

Lokales
Falkenberg
17.12.2014
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Der Falkenberger Burgfels ist widerstandsfähiger als gedacht. Die österreichischen Tunnelbohrer kommen nur langsam voran. Deshalb arbeiten die Spezialisten ab Januar im Zwei-Schicht-Betrieb. Zwei Mal am Tag kracht es in den granitenen Wollsäcken.

"Die Burg muss fertig werden", bekräftigte Bürgermeister Herbert Bauer am Dienstagabend einmal mehr in der Marktratssitzung. Insgesamt gesehen machen die Bauarbeiten nach Auskunft Bauers gute Fortschritte. Dennoch drängt die Zeit. Bis Oktober 2015 müssen alle Arbeiten abgeschlossen sein, will man die Förderung nicht gefährden.

Noch im Januar muss laut Bürgermeister der Schacht für Aufzug und Treppe im Burgfelsen fertig werden. Deshalb ist im neuen Jahr Arbeit in zwei Schichten angesagt. Bohren, sprengen, bohren ... Um die Nachtruhe nicht zu gefährden, werde aber nur morgens und am späten Nachmittag im Fels gesprengt.

Städtebauförderung

Verabschiedet haben die Markträte am Dienstag die Bedarfsmitteilung 2015, um auch nächstes Jahr an Mittel aus der Städtebauförderung zu kommen. Dabei beantragt Falkenberg 200 000 Euro für die Außenanlagen der Burg. Thema war im Marktrat auch der Wirtschafts-, Geh- und Radweg Falkenberg-Tannenlohe. Der Weg ist fertiggestellt. Was noch fehlte, war mehr oder minder reine Formsache, nämlich eine Vereinbarung mit der Teilnehmergemeinschaft Gemeindeverbund Steinwald über die Übernahme der Eigenleistungsteile. Übrigens soll der Radweg im Frühjahr bis unmittelbar nach Falkenberg (rund 150 Meter) verlängert werden.

Kritisch hinterfragt

Ja sagten die Markträte zur Kostenbeteiligung (150 Euro) beim Einsatz von "Der mim Board"-Bussen. Dennoch entwickelte sich eine kritische Diskussion. Denn das Nutzen der Busse durch Vereine oder andere Gruppen mache wohl nur Sinn, wenn für die Veranstaltung von vorneherein ein Ende festgelegt sei.

Diskussionsstoff lieferte zudem die 10H-Regelung bei der Windkraftnutzung. Bekanntlich könnten sich im Falkenberger Wald einmal bis zu sechs Windräder drehen. Fazit von Herbert Bauer: "Da gilt es noch einiges zu klären." Von Bedeutung sei dabei, wie die umliegenden Dörfer eingestuft werden - tatsächlich als Dorf oder als Einzelgehöfte.

Abschließend dankte Bürgermeister Herbert Bauer Markträten und Verwaltung für die geleistete, harmonische Zusammenarbeit. Vor allem durch die Burgsanierung habe es häufig Sitzungen mit ellenlangen Tagesordnungen gegeben.
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