Im Dorfleben fest verankert

Je 500 Euro für das Soldatenhilfswerk und die Kriegsgräberfürsorge überreichte Ferdinand Lienerth, Kreisvorsitzender des Bayerischen Soldatenbunds, bei der Jahreskreisversammlung. Das Bild zeigt von links Gerd Müller, Josef Meisl, Franz Peter, Alfons Betzl und Kreisvorsitzenden Ferdinand Lienerth. Bild: si
Lokales
Falkenberg
08.04.2015
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Die Mitgliederzahlen in den Ortsvereinen sinken. Dennoch sei das Vereinsleben in den im Bayerischen Soldatenbund zusammengeschlossenen Soldaten- und Reservistenkameradschaften vorbildlich, lobt Kreisvorsitzender Ferdinand Lienerth.

Unter den Klängen der Falkenberger Blasmusik begrüßte Ferdinand Lienerth die Teilnehmer der Kreisversammlung des Bayerischen Soldatenbunds. Die Delegierten der 17 Ortskameradschaften trafen sich im Kramer-Saal in Falkenberg, um über das zurückliegende Vereinsjahr zu diskutieren und die Weichen für 2015 zu stellen.

Mit 1318 Mitgliedern in 17 Ortskameradschaften stehe der Kreisverband Tirschenreuth zwar nicht schlecht da, informierte Ferdinand Lienerth, der Rückgang um 54 Mitglieder zeige jedoch deutlich, dass derzeit der Verlust durch Tod oder Austritt nicht wettgemacht werden könne. Die Generalversammlungen in den Ortsverbänden hätten gezeigt, wie vielfältig die Vereinsaktivitäten seien und wie groß das Engagement im Dorf- und Gemeindeleben sei. "Besonders freut mich der gute Zusammenhalt und die gelebte Kameradschaft in den Orten", lobte Lienerth.

Kreiskassier Franz Peter berichtete von einer soliden Finanzlage. Schon im Herbst sei deshalb diskutiert worden, den Kreisbeitrag für die einzelnen Kameradschaften zu senken. Die Ortsvorsitzenden hätten damals stattdessen eine einmalige Spende vorgezogen, über deren Zweck man sich in der erweiterten Kreisvorstandssitzung rasch geeinigt habe: 500 Euro für das Sozialwerk des BSB 1874 und 500 Euro für die Arbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Die Delegierten in Falkenberg stimmten diesem Vorschlag geschlossen zu.

Den Vertretern der beiden Verbände, Alfons Betzl vom BSB-Bezirksverband, und Gerd Müller (Kriegsgräberfürsorge in Regensburg) übergab der Kreisvorsitzende je einen Scheck über 500 Euro. Während das Sozialwerk des BSB 1874 bedürftige Kameraden oder deren in Not geratene Familien unterstützt sowie die Erhaltung von Kriegerdenkmälern und Vereinsfahnen mitfinanziert, legt der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge schon seit Jahrzehnten Wert auf die würdige Bestattung von Gefallenen. Selbst 70 Jahre nach Kriegsende würden jährlich noch immer 35 000 Tote exhumiert und in eigens angelegte Soldatenfriedhöfe umgebettet. Im Osten lägen nach den Worten des Volksbund-Vertreters noch immer zwei Millionen Gefallene in fremder Erde. "Das Schützenwesen ist der Grundpfeiler unserer Verbandsarbeit", betonte Kreisschießwart Josef Peter. Er informierte in seinem Jahresbericht über die vielen erfolgreichen Schießwettkämpfe. Am Kreisverbandsschießen 2014 hätten in 15 Schießgruppen 147 Einzelschützen um Pokale gekämpft. "Die Ergebnisse können sich sehen lassen", lobte Peter seine Kameraden. "Vor allem auf Landesebene hat unser Kreisverband - hier besonders die Waldsassener Schützen - vielfach Einzelsiege errungen." Bruno Salomon vom 1. Österreichischen Kriegerkorps gratulierte er zum Titel 2. Landesschützenkönig.

Ins Militärmuseum

Kreisreservistenbetreuer Matthias Seidel thematisierte die "noch ausbaufähigen Aktivitäten" in der Reservistenarbeit und bot für Samstag, 26. September, eine gemeinsame Busfahrt ins Militärmuseum nach Ingolstadt an mit einer Führung durch die Ausstellung "Erster Weltkrieg". "Anmeldeschluss ist der 30. Juni." Auch wies er auf die Fahrt zum Militärmusikfestival nach Berlin am 7./8. November hin. Hier könnten sich Interessierte an den Kreisvorstand wenden.
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