Mit Freunden Musik machen

Franz Stierstorfer (links) erhielt aus der Hand von Martina Mark den Dirigentenstab. Rechts im Bild Ferdinand Lienerth, Vorsitzender der Blaskapelle Falkenberg. Bild: wro
Lokales
Falkenberg
27.10.2015
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Noch einmal erklang der "Böhmische Traum". Dann war Schluss. Dirigentin Martina Mark legte den Taktstock zur Seite und stellte ihren Nachfolger vor.

"Ich habe diesen musikalischen Traum fast neun Jahre mit euch erleben dürfen", wandte sich Martina Mark beim Böhmischen Abend der Blaskapelle Falkenberg ans Publikum. "Heute aber übergebe ich den Dirigentenstab an meinen Nachfolger Franz Stierstorfer. Ich wünsche dir lieber Franz immer eine gut führende Hand und ein gutes Taktgefühl." Martina Mark ergänzte: "Ich übergebe dir aber nicht nur den Dirigentenstab, sondern auch wunderbare Menschen, gute Musiker und Freunde."

"Not an der Frau"

Mit eindrucksvollen, berührenden Worten wünschte die scheidende musikalische Leiterin der Falkenberger Blaskapelle ihrem Nachfolger Franz Stierstorfer alles Gute und versprach immer einzuspringen, wenn mal "Not an der Frau" ist. Martina Mark stand seit dem 24. Januar 2007 (nach dem Rücktritt ihres Vorgängers) als Dirigentin an der Spitze der Falkenberger Blaskapelle. "Es war damals nicht leicht für mich. Ich war eine unerfahrene Dirigentin, ohne Ausbildung. Musik gehört halt zu meinem Leben. Und das hat mich geprägt. Aber irgendwann ist halt einmal Schluss," bilanzierte die Vollblutmusikerin im Gespräch mit unserer Zeitung. Ferdinand Lienerth, der Vorsitzende der Blaskapelle Falkenberg, würdigte die Leistungen Martina Marks: "Wir danken dir für die vielen Stunden, die du für uns geopfert hast. Ohne dich stünden wir heute nicht so gut da!" Martina Mark sei damals, so Lienerth, ohne zu zögern eingesprungen. Sie habe sich das nötige "Handwerkszeug" selbst angeeignet und vieles im Verein mit organisiert. Lienerth weiter: "Martina, wir wünschen dir, dass du noch viele Jahre in Gesundheit mit uns Musik spielen kannst." Mit bewegten Worten entließ er Martina Mark schließlich zurück ins "normale" Musikerleben und zeigte sich stolz, dass er mit Franz Stierstorfer einen neuen, jungen Mann für das Falkenberger Dirigentenpult gewinnen konnte.

Franz Stierstorfer ist in Blasmusiker-Kreisen beileibe kein Unbekannter. Als stellvertretender Vorsitzender steht er zusammen mit dem jungen Wiesauer Musiker Patrick Oroudji und dem Waldsassener Alexander Riedel an der Spitze des Kreisverbandes Tirschenreuth. Ferdinand Lienerth ist es zu verdanken, dass die vakante Stelle in Falkenberg wieder mit einem kompetenten Musiker besetzt werden konnte.

Musik, die ins Blut geht

Der neue Chef am Falkenberger Dirigentenpult übernahm am Samstag den Taktstock mit Elan. Flott führte er das Orchester, mit dem er am Samstag mit einem beschwingten Böhmischen Abend begeisterte. Die Gäste schunkelten zum Takt der Falkenberger Blasmusik, die auf einer "Vogelwiese" spazierte und altbekannte Melodien wie die Weinkopf-Polka oder den "Dompfaff" präsentierte. Die Musiker im voll besetzten Lindner-Saal boten böhmische Musik, die ins Blut ging. Und so mancher erinnerte sich an die Worte von Ernst Mosch: "Musik ist das Schönste auf der Welt. Und Musikant zu sein, ist Gottes Segen."
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