Mit Gott in den Einsatz

Polizeihauptkommissar Hermann Weiß (links) trug die Fürbitten vor. Den ökumenischen Gottesdienst zelebrierten (von links) Polizeidiakon Martin Zenk, Pater Stefan Pocrail, Domkapitular Peter Hubbauer, Kirchenrat Matthias Herling und Pfarrer Max Früchtl. Die musikalische Gestaltung übernahmen der Polizeichor Weiden (im Hintergrund) und Organist Christian Lehnerer (Polizeiinspektion Regensburg Süd). Bild: hd
Lokales
Falkenberg
11.12.2014
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Schreckliche Unfälle, Gewaltverbrechen, Verletzte. Polizisten sind damit fast täglich konfrontiert. Am Mittwoch bot ein Gottesdienst die Gelegenheit etwas zur Ruhe zu kommen und die Kraft des Glaubens zu nutzen, um neue Herausforderungen mutig anzugehen.

Über 200 Polizisten aus der gesamten Oberpfalz kamen nach Falkenberg und beteten "Herr, auf dich traue ich. Denn du bist mein Fels und meine Burg". Im ökumenischen Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Pankratius ermunterte Kirchenrat Matthias Herling, auch Neues zu wagen, "Ziele anzusteuern, von denen man schon lange träumt". Die Kollekte des Gottesdienstes war für die Aktion "Lichtblicke" bestimmt.

Domkapitular Prälat Peter Hubbauer rief die Ordnungshüter dazu auf, die Begegnung mit Gott zu suchen. Sie bringe "Trost, Wegweisung und Zuversicht". In einem Dialog führten Matthias Herling von der evangelischen Polizeiseelsorge Nordbayern und Polizeidiakon Martin Zenk (Katholische Polizeiseelsorge) in das Thema Zeit ein und stellten fest: "Gott nimmt sich Zeit und wird Mensch." Der Polizeichor Weiden überbrachte die Botschaft der Heiligen Nacht musikalisch.

Die Adventszeit sei auch eine Zeit, das eigene Leben neu zu überdenken, lud Matthias Herling ein. Es gelte zu ergründen, was man meiden und wem man sich zuwenden sollte. Auch sollte jeder prüfen, ob er seine Talente fruchtbringend einsetze. Der Kirchenrat appellierte abschließend zur Zuversicht: Mit der Geburt Jesu hätten "Krankheit und Tod nicht mehr das letzte Wort".

Arbeitsintensiv

Von einer Zeit der Einkehr und des Nachdenkens sprach Polizeipräsident Rudolf Kraus. In seinem Rückblick streifte er "besondere Ereignisse, die uns berührt haben". Kraus nannte an erster Stelle den 99. Deutschen Katholikentag in Regensburg. Ein Großereignis, das für die Polizei personal- und arbeitsintensiv war. "Doch es war ein angenehmer Einsatz." Der Polizeipräsident merkte an: "Regensburg hat dabei eine hervorragende Visitenkarte abgegeben und dazu hat auch die Polizei beigetragen." Tagtäglich Thema sei die Personalsituation mit der daraus resultierenden Belastung aller Polizisten, bedauerte Rudolf Kraus. "Und dennoch arbeiten Sie und Ihre Mitarbeiter engagiert an unserem gemeinsamen Bemühen mit, der Bevölkerung nicht nur ein Gefühl der Sicherheit zu vermitteln, sondern Sicherheit zu schaffen."

Kraus bat: "Lassen wir uns nicht entmutigen von Schmerz und Leid, von Gewalt und Hass." Mit Blick auf Weihnachten sagte der Polizeipräsident: "Gott reicht uns die Hand. Lassen wir uns anstecken von seiner Liebe und seinem Frieden."

Stets gesund heimkehren

Der Beruf des Polizisten fordere ein hohes Maß an Flexibilität. "Körperliche und seelische Belastungen sind Alltag." Auch wusste Rudolf Kraus: "Die Anforderungen werden nicht abnehmen." Kräftiger Beifall erfüllte die Falkenberger Kirche nach dem abschließenden Wunsch des Polizeipräsidenten: "Mögen Sie alle Einsätze gut überstehen und gesund zurückkehren."
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