Ostbayern-Ring nur ein Ersatzneubau
"Keine zusätzliche Trasse geplant"

Lokales
Falkenberg
26.11.2015
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Auf ein breites Interesse stieß der Infomarkt zum Bau des Ostbayern-Rings im Tagungszentrum Burg Falkenberg. Bis in die frühen Abendstunden standen die Mitarbeiter des Betreibers Tennet den interessierten Besuchern Rede und Antwort und versuchten, besorgten Bürgern die Ängste zu nehmen.

"Durch die zunehmende Einspeisung regenerativer Energien gerät der Ostbayern-Ring regelmäßig an seine Kapazitätsgrenzen", berichtete Ina Haffke. Deshalb sei ein Ersatzneubau in Anlehnung an die bestehende Trasse geplant." Die Bürger bräuchten sich also keine Sorgen machen. "Es kommt keine zusätzliche Trasse." Allerdings fielen die neuen Masten mit rund 50 bis 70 Meter doch höher aus als die bisherigen, die Breite bleibe gleich.

"2018 wollen wir mit dem Bau beginnen, 2020 dann in Betrieb gehen", kommentierte Ina Haffke die Frage nach dem Zeitplan. "Sobald die neue Trasse fertig ist, wird die bestehende sukzessive abgebaut."

Max Fröhlich von der strategischen Kommunikation erläuterte die näheren Einzelheiten: Der Ostbayern-Ring sei eine rund 185 Kilometer lange, bereits bestehende Stromtrasse, die vom Umspannwerk Redwitz/ Oberfranken über die Umspannwerke Mechlenreuth und Etzenricht bis hin zum Umspannwerk Schwandorf reiche.

"Nach der sukzessiven Abschaltung der Kraftwerke Arzberg, Schwandorf und Peinting übernimmt der Ostbayern-Ring in Zukunft vorrangig den Transit regenerativer Energien und über das nachgelagerte 110 KV Verteilernetz die Versorgung von Oberfranken und der Oberpfalz." Selbstverständlich gehe man mit der Natur äußerst sensibel um. "Wir planen eng mit den Naturschutzbehörden, Grundstückseigentümern und Anrainern zusammen." "Wir rechnen in Kürze damit, dass die Regierung der Oberpfalz das Verfahren einleiten wird. Dann liegen die heute in Falkenberg vorgestellten Unterlagen in den Kommunen öffentlich aus." Damit bestehe die Möglichkeit, sich offen und auch schriftlich dazu zu äußern. Selbstverständlich werde man sich einzelnen Anliegen nicht verschließen, versprach die Bayreuther Bürgerreferentin in Sachen Ostbayern-Ring. "Wir selber rechnen mit einer Bearbeitungsdauer von rund sechs Monaten", schätzte Haffke. (Reaktion)
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