Spaß mit Tricksern und Täuschern

Krummbier (Hermann Zeitler, rechts) weist seinen Kompagnon Säblich (Christoph Meier) in seiner Pläne ein. Das Verwirrspiel beginnt. Bild: kro
Lokales
Falkenberg
28.12.2014
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Viel zu lachen gibt es beim höchst amüsanten und zugleich turbulenten Lustspiel "Der Hochstapler", das die Falkenberger Burgschauspieler auf die Bühne bringen. Wer die Premiere versäumt hat, kann sich noch Karten für weitere Vorstellungen sichern.

Die Burgschauspieler liefen am Samstag unter der Regie von Hermann Zeitler, der zugleich die Hauptrolle inne hat, wieder einmal zu Höchstform auf. Die Premierenbesucher erlebten mit "Der Hochstapler" von Ludwig Bender einen vergnüglichen Theaterabend. Das rund zweistündige Lustspiel ist gespickt mit Pointen. Nicht fehlen darf Situationskomik, für die die Falkenberger Theaterspieler bekannt sind.

Eine Paraderolle hat das Falkenberger Urgestein Hermann Zeitler inne. Er mimt den listigen, geldgierigen und geltungssüchtigen Lammwirt und Bürgermeister Eberhard Krummbier. Er will seine Marktgemeinde unbedingt zur Stadt erhoben sehen. Dafür tut er alles. Und er weiß: "Es ist leichter ein Volk zu regieren, als seine Familie." Im Friseursalonbesitzer Siegfried Säblich, gekonnt und toll in Szene gesetzt von Christoph Meier, der vor allem auch Augen für Tochter Elise (Patricia Mark) hat, findet er einen Kompagnon für seine Grundstücksspekulationen.

Freund scharfer Tropfen

Säblich soll dem mit Krummbier verfeindeten Löwenwirt, gespielt von Josef Träger, Wiesen abjagen, die nach der betriebenen Stadterhebung als Industriegrundstücke und für eine Umgehungsstraße teuer an den Mann zu bringen sind. Der Knecht des Löwenwirts (grandios von Peter Hasenfürter gemimt), der bekennt, dass er nach der fünften Klasse die Schule verlassen hat und dem Enzian nicht abgeneigt ist, berichtet dem Bürgermeister, dass sich der neue Landrat beim Löwenwirt einquartiert hat. Für den Lammwirt und Bürgermeister ein absolutes Unding.

Die Tücken und Fehlschüsse nehmen ihren Lauf, zumal es nicht der neue Landrat ist, sondern Hans-Peter Landart (Matthias Gibhardt), ein Straßenbauexperte für die geplante Umgehungsstraße. Der Knecht hat einfach Landart und Landrat verwechselt. Auf den Straßenbauexperten hat Tochter Elise schon lange ein Auge geworfen; sie hat ihn in der Stadt kennengelernt. Der Knecht wird für seine Tipps vom Bürgermeister zum Bademeister im neuen Freibad befördert, sowohl für den Herren-, als auch für den Damenbereich. Das freut den Knecht natürlich.

Rausschmiss

Zu allem Unglück hat sich auch noch Herr von Krupp (Gerhard Braun), seines Zeichens Regierungsrat und wegen der Stadterhebung unterwegs, beim Lammwirt einquartiert. Doch er wird zunächst gar nicht erkannt und erhält das schäbigste Zimmer im Haus. Als sich von Krupp beschwert, wird er rausgeschmissen. Er solle doch zum Löwenwirt gehen, "und grüßen Sie die Wanzen von mir", ruft ihm Krummbier hinterher. Später jedoch wird dem Bürgermeister berichtet, das dies kein normaler Gast gewesen sei, sondern der Großindustrielle Krupp. Kurzerhand wird er entführt und wieder zum Lammwirt zurückgebracht, wo er spontan das beste Zimmer im Hause erhält.

Im dritten Akt werden die Irrungen und Wirrungen letztlich aufgelöst. Ein furioses Stück, bei dem außerdem Rochus (Philipp Gibhardt), der Sohn von Krummbier, Elisabeth (Petra Schmid), die Schwägerin von Krummbier, sowie die Bedienung Resi (Corinna Mark) mitwirken.

Weitere Vorstellungen gibt es heute Abend, am Dienstag, Freitag und Samstag, jeweils um 19.30 Uhr im Lindner-Saal in Falkenberg.
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