Staatssekretär im Turbo-Modus

Beim Firmen-Rundgang schnell noch nebenbei der Eintrag ins Goldene Buch. Staatssekretär Albert Füracker (Dritter von rechts) hatte immensen Zeitdruck bei der IGZ. Das was ihm alles entgangen ist, werde er aber bald nachholen, versprach er. Mit auf dem Bild von links Johann Zrenner, Wolfgang Gropengießer, Bürgermeister Herbert Bauer und MdL Tobias Reiß sowie von rechts JU-Ortsvorsitzender Matthias Grundler und MdB Reiner Meier. Bild: Grüner
Lokales
Falkenberg
04.05.2015
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Breitbandausbau und spezifische Studienzweige in der Nähe bedeutender Wirtschaftsunternehmen nannte Staatssekretär Albert Füracker als Voraussetzungen für den Erfolg in der ländlichen Umgebung. Als das Vorzeigebeispiel dafür sah er die IGZ.

"Wenn ihr 2020 den nächsten Erweiterungstrakt einweiht, komme ich wieder", versprach der Staatssekretär im Finanzministerium, Albert Füracker, bei seiner Stippvisite bei der IGZ. Er war darauf gekommen, weil er bei seinem Besuch in der Software-Scheune" erfuhr, dass die IGZ seit 2000 alle fünf Jahre einen Erweiterungstrakt gebaut hat. Der neue wird im Juli eingeweiht.

Von dem, was er bei der IGZ sah, war der Gast so beeindruckt, dass er gleich noch ein Versprechen abgab. Schon bald wolle er nocheinmal vorbeikommen und sich alles ganz genau ansehen, denn am Mittwoch reichte die Zeit für das vorbereitete Programm einfach nicht aus. Zum Maibockanstich musste er zurück in die Landeshauptstadt. "Wenn ich da nicht pünktlich auf meinem Platz sitze, bekomme ich ein Problem mit meinem Chef", entschuldigte er sich bei den Geschäftsführern Wolfgang Gropengießer und Johann Zrenner.

Der referierte zum Thema "Aufbruch ins digitale Zeitalter - Wirtschaft 4.0", dem neuesten Steckenpferd der innovativen "Software-Scheune". Strategie sowie die dazugehörige Software und Technik seien für den Erfolg ausschlaggebend. Breitbandausbau und IT-Sicherheit seien dabei die Schlagworte, auf die es ankomme, erklärte Zrenner.

Effizientere Produktion

Die reale und die digitale Welt rückten immer näher zusammen. Deshalb wohne der Softwareentwicklung auch ein erhebliches Wertschöpfungs-Potenzial inne. Wirtschaft 4.0 sei die vierte industrielle Revolution der Menschheit und zudem ein großer Schritt in eine effizientere Produktion, sagte Zrenner. Als eines der ersten Projekte nannte er die Erstellung des kompletten Konzeptes für eine neue Produktionsstätte der Reifenfirma Continental in Hannover. Fast jeder Kunde frage derzeit, was er in dieser Richtung machen könne.

Dass eine Firma mit so viel Know-how und Innovation aus so einem kleinen Ort heraus erfolgreich operieren könne, habe vor 20 Jahren kein Politiker für möglich gehalten. Da seien alle der Meinung gewesen, "das geht doch nur in München oder Nürnberg", so Albert Füracker. Auch er unterstrich, dass der Breitbandausbau dafür das A und O sei und wies darauf hin, dass der Freistaat den Ausbau mit sehr viel Geld vorantreibe.

Was spezielle IT-Fachkräfte betrifft, ging Füracker mit der IGZ-Geschäftsführung konform. "Ihr braucht regional Studienplätze, die besser zu euch passen", unterstrich er. Es sei äußerst wichtig, entsprechende Studiengänge in der Region zu etablieren. Dass hochspezialisierte Firmen dieser Größenordnung dezentral von großen Städten erfolgreich agieren könnten, wäre nur durch Digitalisierung und vernünftiger Breitbandausstattung möglich. "Eine hochspannende Entwicklung", so der Staatssekretär.

Mitarbeiter aus Region

Von den 250 Mitarbeitern die das Unternehmen beschäftigt, sind 40 Prozent Hochschulabsolventen, Physiker und Mathematiker in der Hauptsache. Von den anderen 60 Prozent kommen viele aus den Wiesauer EDV-Schulen, stellte Zrenner die Nähe zur Region bei den Einstellungen heraus. Aus besagtem Zeitmangel wurde nichts aus der geplanten Diskussion und der Eintrag ins Goldene Buch der Marktgemeinde und der Firmen-Rundgang gingen im Turbo-Modus über die Bühne.
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