Taj Mahal und bittere Armut

Lokales
Falkenberg
27.11.2014
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Nach 13 Tagen in Indien kehrten die Reisenden zurück. Vollgepackt mit bewegenden Eindrücken und schönen Erlebnissen freuten sie sich auf einen Zoigl. Sie können jetzt sehr gut nachempfinden, wie Pater Stephan von seinem Land schwärmt.

"Herzlich Willkommen in der mit 1,2 Milliarden Menschen bevölkerungsreichsten Demokratie der Welt und einem jungen Land, in dem 70 Prozent der Bevölkerung jünger als 30 Jahre sind", begrüßte der Reiseleiter die Falkenberger Gruppe am 5. November am Flughafen in Delhi. 22 Stunden Reisezeit - mit dem Zug von Wiesau nach München, mit dem Flugzeug nach Dubai und nach längerem Zwischenstopp weiter nach Delhi - lagen hinter den Stiftländern.

Die Programmpunkte in Nordindien gehörten dem Kennenlernen von wichtigen Baudenkmälern wie dem Bhai-Tempel in Delhi, dem City-Palace der Könige von Jaipur, der Festungs- und Palastanlage Agra Fort und natürlich dem prächtigen Taj Mahal, das der Großmogul Shah Jahan 1631 für seine verstorbene Lieblingsfrau errichten ließ. Tief beeindruckt von der Größe, den reichlichen Verzierungen und der großen Vielfalt der Figuren kehrte die Gruppe nach Delhi zurück.

Hindu-Tempel

Der Reiseleiter vermittelte Einblicke in die von vielfältigen Eroberungszügen fremder Nationen und die fast 400 Jahre dauernde Kolonialzeit geprägte Geschichte Indiens, das zu den ältesten Kulturländern der Erde zählt. Die Falkenberger bekamen ein Gespür für die reiche Symbolik der hinduistischen Religion, machten sich auf langen Fahrten aber auch ein Bild vom überbordenden Verkehr, geprägt von Kleintaxis und Motorrädern in Delhi, einer Stadt mit 17 Millionen Einwohnern. Bewundernswert fand man, wie gelassen die Menschen die in westlichen Augen oft schlimmen Lebensumstände wie Armut, Schmutz und Lärm meistern.

Der persönlich schönste Moment für viele war der Besuch von Pater Stephans Schwester in deren Wohnung in einem Vorort von Delhi. "Die Herzlichkeit und Großzügigkeit der Familie haben uns sehr beeindruckt", berichten die Teilnehmer. Am fünften Tag flogen sie über Madras nach Madurai, nicht ohne die Zeit für die Besichtigung des hinduistischen Meenakshi-Tempels zu nutzen. Auch hier kamen die Deutschen aus dem Staunen über die Ausmaße des Komplexes und die tiefe Religiosität der Besucher nicht heraus.

Mit dem Bus ging es dann in den Süden Indiens. Die Landschaft wurde immer grüner, die Umstände erschienen weniger bedrängend. In Thekkady im Bundesstaat Kerala erwarteten Trommler und ein reich geschmückter Elefant die Gäste in "Gottes eigenem Land", wie Pater Stephan erklärte. "Hier in Kerala kam 52 nach Christus der Apostel Thomas mit Juden-Christen an und gründete sieben Gemeinden."

Bewegende Momente

In Kurumulloor, dem Heimatort von Pater Stephan, lernten die Falkenberger seine Familie kennen, erlebten große Offenheit und Gastfreundschaft bei einem köstlichen Mittagessen. Besuche am Grab von Pater Stephans Mutter und am Ordenssitz "Herz Jesu" sorgten ebenfalls für bewegende Momente.

Die weiteren Tage gehörten der Besichtigung eines Modelldorfes mit Vorführung alter Handwerkskünste und dem Besuch in Trivandrum, der Hauptstadt von Kerala. Die Gruppe verbrachte einen ganzen Tag und eine Nacht auf einem Hausboot, genoss den Strand und das Schwimmen im Arabischen Meer.
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