Bezirksausschuss auf Burg Falkenberg
Bezirk muss an die Rücklagen

Bezirksausschuss auf Burg Falkenberg (von links): Bürgermeister Herbert Bauer, Regierungsvizepräsident Walter Jonas, Bezirkstagspräsident Franz Löffler und Verwaltungsleiter Hermann Krauß. Bild: Hinterberger
Politik
Falkenberg
11.03.2016
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Überplanmäßige Kosten haben im vergangenen Jahr dafür gesorgt, dass der Bezirk Oberpfalz auf seine Allgemeinen Rücklagen zurückgreifen musste, um seinen Haushalt auszugleichen. Das gab Kämmerer Karl Hirsch im Bezirksausschuss des Bezirkstags der Oberpfalz auf Burg Falkenberg bekannt. Insgesamt mussten der Reserve 416 741,37 Euro entnommen werden.

Zum Jahresabschluss standen so den Sollausgaben von rund 364 Millionen Euro Solleinnahmen in der selben Höhe gegenüber. Es sei "mehr als bemerkenswert", dass es dem Bezirk trotz seiner riesigen Haushaltssummen in den letzten Jahren immer wieder gelungen sei, nahezu eine Punktlandung hinzulegen, betonte Bezirkstagspräsident Franz Löffler.

Es sei aber auch normal, dass es in diesem Zusammenhang Variablen gebe, die nicht planbar sind, erklärte er weiter.

2015 sei die Betreuung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge ein solcher Kostenfaktor gewesen. "Wir haben frühzeitig gemerkt, dass der Haushalt ohne Rücklagen nicht ausgleichbar ist und haben dementsprechend gehandelt", erklärte Hirsch.

Überschüsse erwirtschaftet


Positiv zur Kenntnis nahmen die Mitglieder des Ausschusses hingegen, dass die Berufsfachschule für Musik in Sulzbach-Rosenberg, die Fachakademie für Raum- und Objektdesign in Cham, das Oberpfälzer Freilandmuseum Neusath-Perschen, der Bezirksheimatpfleger sowie die Teichwirtschaft Wöllershof im abgelaufenen Jahr Budgetüberschüsse verzeichneten. Diese wurden mit leichten Berichtigungen in das Haushaltsjahr 2017 übertragen. Eine Ausnahme bildete das Sudetendeutsche Musikinstitut in Regensburg, das weder einen Überschuss noch ein Defizit mit in das neue Jahr nimmt.

Zudem genehmigte der Bezirksausschuss Anträge auf Zuschüsse: Das Bayerische Rote Kreuz erhält zur Erfüllung seiner Naturschutzaufgaben in den Abschnitten "Bayerwald" und "Frankenjura" je Gebiet 500 Euro. Zudem erhält der Verband Bayerischer Rassegeflügelzüchter 1000 Euro. Ebenso genehmigte der Ausschuss dem Freilandmuseum Neusath-Perschen die Annahme mehrerer Sachspenden - nämlich die Dirndln, die die Besucher im Museum anprobieren können.

Als letzten Punkt beschlossen die Ausschussmitglieder für die Sanierung der teichwirtschaftlichen Betriebstechnik mit Hochbehälter-Lösung in Wöllershof einen Förderantrag bei der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft zu stellen.
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