Konsens beim Kernwegenetz

Die Förderung des Kernwegenetz-Ausbaus ist ein steter Konflikt in der Oberpfalz.Zitat: Willi Perzl
Politik
Falkenberg
30.05.2016
83
0

"So eine schwere Geburt hatten wir noch nie." Nach abermaliger Diskussion, welche Maßnahmen beim Kernwegenetz-Ausbau im ersten Schritt berücksichtigt werden sollen, freut sich Hans Donko, Vorsitzender der Steinwald-Allianz, dass nun ein Ergebnis vorliegt.

Das erste Verfahren bedient die zwölf Gemeinden Brand, Ebnath, Erbendorf, Friedenfels, Fuchsmühl, Kastl, Kemnath, Krummennaab, Kulmain, Neusorg, Waldershof und Wiesau mit einer Gesamtfördersumme von rund zwei Millionen Euro.

Seit vielen Monaten wird in den 16 Mitgliedsgemeinden der Steinwald-Allianz nun schon der Kernwegenetz-Ausbau besprochen und mit einem gemeindeübergreifenden Konzept erarbeitet. Nun ging die Diskussion in die vorerst letzte Runde. Da die Maßnahmen vom Amt für Ländliche Entwicklung gefördert werden, waren Diplom-Ingenieur Willi Perzl sowie Bauoberrätin Huberta Bock vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) bei der Tagung in Falkenberg vor Ort. Beide wiesen nochmals darauf hin, dass nicht alle Mitgliedsgemeinden der Steinwald-Allianz in einem Verfahren starten können und für den Wegeausbau eventuell notwendige Grundstückskäufe gesichert sein müssten.

Keine Ausnahmen


"Die Förderung des Kernwegenetz-Ausbaus ist ein steter Konflikt in der Oberpfalz. Wir verteidigen Sie gegen alle anderen Gemeinden, knapp 150 an der Zahl, die nicht im Kernwegenetz sind und keine Förderungen dieser Art erhalten", gab Willi Perzl zu bedenken. Daher beharre er auch darauf, dass keine Ausnahmenregelungen getroffen werden. Auch Steinwald-Allianz-Vorsitzender Hans Donko, der vorab mehrere Gespräche mit dem Leiter des Amtes für Ländliche Entwicklung der Oberpfalz, Thomas Gollwitzer, geführt hatte, unterstrich diese Aussage. Nicht mal er, der sich bekanntlich stark für die Belange der Allianz einsetze, habe Gollwitzer davon überzeugen können, alle 16 Gemeinden gleichzeitig zu berücksichtigen.

Nach einigen Änderungen bei den Wege-Aufstellungen konnten sich die Bürgermeister letztendlich einigen. Durch die erste Maßnahme kommen Kosten von insgesamt rund 2,5 Millionen auf die Gemeinden zu, die zu etwa 80 Prozent gefördert werden.

Eiserner Kampf


Die Bürgermeister der Allianz-Gemeinden sind genauso wie Vorsitzender Hans Donko erleichtert, endlich einen Konsens gefunden zu haben. "So schwierig waren die Verhandlungen noch nie. Das zeigt aber, wie stark wir zusammengewachsen sind." Uli Roth richtete abschließend einen Dank an den Vorsitzenden für seinen eisernen Kampf für die Belange des Zweckverbands sowie an Bauoberrätin Huberta Bock für ihre Geduld. Sie will den Antrag zur Förderung noch dieses Jahr einreichen, so dass der Ausbau zeitnah umgesetzt werden könne.

Die Förderung des Kernwegenetz-Ausbaus ist ein steter Konflikt in der Oberpfalz.Willi Perzl
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.