Unterstützung aus Falkenberg
Gemeinsam Gewerbe ansiedeln

Mit Informationen zum "Interkommunalen Gewerbe- und Industriegebiet" versorgte Geschäftsleiter Thomas Weiß (Vierter von rechts) die Falkenberger Gemeinderäte und Bürgermeister Herbert Bauer (Bildmitte). Bild: wro
Politik
Falkenberg
19.02.2016
144
0

Das Interesse wächst und damit die Chance der Verwirklichung. Der Vorstoß "Interkommunales Gewerbegebiet" hat mit dem Markt Falkenberg einen weiteren Unterstützer bekommen.

Thomas Weiß, Geschäftsleiter im Wiesauer Rathaus, brauchte nicht allzu viel Überredungskunst, um die Falkenberger Gemeinderäte vom Vorhaben zu überzeugen. Bürgermeister Herbert Bauer schließlich brachte es auf den Punkt und betonte: "Wir vergeben uns mit einem Ja noch nichts. Sollte uns die Sache über den Kopf wachsen, können wir immer noch die Notbremse ziehen."

Seit geraumer Zeit ist die Gemeinde Wiesau auf Partnersuche und rührt kräftig die Werbetrommel, um das künftige, große Gewerbegebiet zwischen der Autobahn und dem Wiesauer Bahnhof voranzutreiben. Der Vertreter aus dem Wiesauer Rathaus informierte im Falkenberger Marktrat sachlich und kompetent. Thomas Weiß erläuterte, wie das gemeinsame Gewerbegebiet einmal ausschauen könnte. Wann die Flächen erschlossen und den Interessenten angeboten werden können, ließ Weiß offen.

Breit aufstellen


Die Vorteile eines solchen Gewerbegebiets jedoch lägen auf der Hand, betonte der Sprecher. Mit starken kommunalen Partnern, auch Privatleuten wäre man gut und breit aufgestellt. Vor allem auch im Hinblick auf zu erwartende Arbeitsplätze dulde die Sache keinen Aufschub: "Anfragen kommen immer wieder auf den Tisch. Leider müssen wir aufgrund der geforderten Flächengrößen passen", bedauerte Weiß und ergänzte: Für das neue Gewerbegebiet spräche die Nähe zur Autobahnanschlussstelle und zum Containerbahnhof in Wiesau. Die Suche nach Ausgleichsflächen sorge allerdings noch für Arbeit. Hier habe man bereits positive Lösungsansätze gefunden, informierte Weiß.

CSU-Fraktionssprecher Matthias Grundler sprach sich grundsätzlich für die Beteiligung am gemeinsamen Industriegebiet aus und fragte, wie sich die Gemeinde Falkenberg hier einbringen könne. Die Form der Einlage sei Verhandlungssache, klärte Thomas Weiß auf. Um weitere Fragen zu debattieren, würden sich die beteiligten Gemeinden zeitnah an einen Tisch setzen, versprach der Geschäftsleiter. Bisherige Kosten seien bereits bezahlt und gingen nicht zulasten Falkenbergs, unterstrich Weiß. Künftige Kosten, auch die zu erwartenden Einnahmen würden gerecht verteilt. Hier habe die Arbeitsgemeinschaft freie Hand.

"Hausaufgaben gemacht"


Bürgermeister Herbert Bauer erkundigte sich nach Fördermitteln, was Thomas Weiß positiv beantwortete. "Die Hausaufgaben wurden gemacht." Hier sei die Verwaltungsgemeinschaft bereits tätig gewesen. Das interkommunale Gewerbegebiet könne jedoch nicht von einem Tag auf den anderen entstehen, schloss der Sprecher und dämpfte Hoffnungen auf einen baldigen Baubeginn. Die Falkenberger Gemeinderäte hoben schließlich geschlossen die Hand und stimmten für die Arbeitsgemeinschaft "Interkommunales Gewerbegebiet".

Offen zeigten sich die Gemeinderäte, was die Einrichtung zweier kommunaler Standorte für kostenfreies WLAN betrifft. Die Ersteinrichtungskosten übernimmt der Freistaat Bayern, informierte Bürgermeister Herbert Bauer. "Die Betriebskosten halten sich im Rahmen und tragen die Gemeinden", ergänzte Geschäftsleiter Thomas Weiß. Als mögliche Standorte wurden die Burg und der Bereich ums Rathaus genannt. Bauer betonte, dass es sich hier nur um eine Information handle; ein Beschluss stand noch nicht an.

Infos lieferte der Bürgermeister auch zum Breitbandförderprogramm. Das Gemeindegebiet sei aufgeteilt; zwei Förderverfahren greifen. Der Förderantrag an die Regierung der Oberpfalz wurde bereits gestellt. Marktrat Grundler regte dazu auch eine öffentliche Informationsveranstaltung an und bot seine Unterstützung an.

Länger geöffnetBürgernah zeigt sich die Verwaltungsgemeinschaft mit erweiterten Öffnungszeiten: Neben den bereits bekannten Zeiten ist das Rathaus in Wiesau nun auch montags und dienstags von 14 bis 15.30 Uhr geöffnet. Nach telefonischer Vereinbarung auch außerhalb der Bürozeiten. (wro)


BurgführungenAuf großes Interesse seitens der Bevölkerung stoßen die Burgführungen in Falkenberg, freute sich Bürgermeister Herbert Bauer und informierte: Einlass zu den Führungen ist samstags und sonntags jeweils um 14 Uhr, 15 Uhr und 16 Uhr. "Der Eintritt ist frei, Spenden werden gerne angenommen." (wro)
Sollte uns die Sache über den Kopf wachsen, können wir immer noch die Notbremse ziehen.Bürgermeister Herbert Bauer
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.