WLAN-Hotspots für Falkenberg
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Falkenberg ist künftig Mitglied beim Geopark Bayern-Böhmen. Geopark-Rangerin Angelika Scharnagl (hinten links) und Geopark-Vertreterin Birgit Plößner (rechts daneben) stellten die Vorteile einer Mitgliedschaft im Falkenberger Marktrat vor. Bild: wro
Politik
Falkenberg
19.10.2016
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Falkenberg will zwei vom Freistaat Bayern subventionierte WLAN-Hotspots einrichten. Pro Standort gibt es bis zu 2500 Euro Zuschuss, so Bürgermeister Herbert Bauer.

Für mindestens ein Jahr, wie im Vertrag gefordert, werden im Gemeindegebiet zwei WLAN-Hotspots geschaffen. Keinen Grund zur Diskussion sahen die Markträte in der Standortfrage - am Marktplatz und im Umfeld der Burg. Damit könne man auch die "Schwaige" abdecken, meinte Bürgermeister Herbert Bauer, der damit zugleich eine entsprechende Anfrage von Marktrat Gerhard Enslein (Unabhängige Bürgergemeinschaft Falkenberg) beantworten konnte.

Die monatlichen Kosten bezifferte Bürgermeister Herbert Bauer je nach Ausstattung auf 20 bis 149 Euro. Die Diskussion um die technische Ausstattung der künftigen Hotspots wurde auf eine spätere Sitzung vertagt. Die Option für weitere, jedoch nicht bezuschusste Einrichtungen ließ man offen.

Kein Kletterverbot


Nicht zum ersten Mal war das Klettern am Burgfelsen Thema in der Marktratssitzung. Informationen lieferten nun Klettertrainer Matthias Gibhardt und Ausbildungsreferent Michael Schornbaum vom Deutschen Alpenverein - Sektion Karlsbad. Die rechtlichen Grundlagen seien eindeutig geregelt, so Gibhardt. Für Unfälle könne die Gemeinde nicht haftbar gemacht werden. Schadenersatzforderungen an den Markt seien nicht zu erwarten. "Ein generelles Kletterverbot seitens der Gemeinde könne nicht ausgesprochen werden", fuhr Gibhardt fort. Detailliert legte er auch hier die entsprechenden rechtlichen Grundlagen dar. "Sowohl arten-, als auch naturschutzrechtlich gibt es keinen Grund, das Klettern - auch am Falkenberger Burgfelsen - zu untersagen." Das Betreten des öffentlichen Grundstücks müsse - jedoch auf eigene Gefahr - erlaubt werden. Damit widersprach Gibhardt der Auffassung des Marktrates vor wenigen Wochen, dass der Burgfelsen kein öffentlicher Kletterfelsen sei (wir berichteten). Gestattet sei sogar das Anbringen von Kletterhilfen. "Wir erwarten nicht, dass der Burgfelsen zum Kletterhotspot der Oberpfalz wird", fügte der DAV-Trainer hinzu. "Für die Sicherheit am Felsen ist jeder selbst verantwortlich."

"Die Mitgliedschaft im Geopark Bayern-Böhmen passt perfekt zur Burg", kommentierte CSU-Marktrat Matthias Grundler den einstimmig beschlossenen Beitritt zum gemeinnützigen Verein. Vor wenigen Wochen hatte UBF-Markträtin Rita Wildenrother den von Geopark-Rangerin Angelika Scharnagl angeregten Beitritt empfohlen. Die Aufgaben und Ziele, vor allem aber die Vorteile einer Mitgliedschaft stellten Angelika Scharnagl und Birgit Plößner von der Geopark-Koordinations- und -Geschäftsstelle Parkstein dem Gremium nun vor. Die künftigen Mitgliedskosten - so die Parksteinerin - seien mit 0,10 Euro je Einwohner relativ überschaubar. Als besondere Vorteile nannte sie eine gezielte Förderung und die vernetzte Beratung. Im Jahresbeitrag enthalten sei auch eine gebündelte und gezielte Werbung. Als "kleine Gegenleistung" für den Beitritt versprach Plößner einen kostenlosen Vortragstermin mit Projektleiter Dr. Andreas Peterek auf der Burg.

Für die Sicherheit am Felsen ist jeder selbst verantwortlich.Matthias Gibhardt (DAV)
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