Burg beherbergt individuell eingerichtete Fremdenzimmer, drei Festsäle und ein Museum - ...
Wahrzeichen bereit für die Zukunft

Vermischtes
Falkenberg
13.11.2015
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Das Kommunbrauhaus und sein Zoigl, die historischen Gasthäuser mit ihren heimischen Spezialitäten, vor allem aber die hoch auf einem Granitfelsen thronende Burg gehören zu den besonderen Wahrzeichen des nordoberpfälzischen, an der Waldnaab gelegenen Marktes Falkenberg.

Durch ihre Lage auf einem Felssporn, hoch oberhalb der Waldnaab, erweckte die 1154 erstmals urkundlich erwähnte Festung von der Nordwestseite her gesehen den Eindruck, nicht einnehmbar zu sein. Als Idealtyp einer intakten Burganlage fehlt sie in fast keinem Tourismusprospekt und ist auch in vielen Oberpfalzbüchern oftmals schon beschrieben und abgebildet worden.

Prägendes Bauwerk

Seit ehedem prägt das Bild der Falkenberger Burg den Landschaftscharakter einer idyllisch gelegenen, von Granitfelsen durchzogenen Talsenke. Mäanderartig umfließt der Bach, hier noch als Waldnaab, den Burgfelsen, um dann in das nahe, romantische Waldnaabtal einzutauchen. 1809 wurde rund ein Drittel des Falkenberger Bergfrieds abgetragen, die Steine verwendete man zum Bau des Pfarrhofs. Jahrzehnte später wurde die Burg unter Denkmalschutz gestellt.

Leben eingehaucht

Noch bis zum Jahr 1936 kannte man das markante Wahrzeichen nur als Ruine. Bis dann der deutsche Botschafter Friedrich Werner Graf von der Schulenburg dem Falkenberger Wahrzeichen neues Leben einhauchte und ihm sein heutiges Aussehen schenkte.

Zuletzt war die Falkenberger Burg Eigentum der Familie von der Schulenburg, bis sich die Gemeinde Falkenberg im Jahr 2009 entschloss, das Denkmal zu erwerben und zu renovieren.

Mit der Eröffnung am Freitag, an der auch der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer teilnehmen wird, endet die über mehrere Jahre dauernde, aufwendige Revitalisierung, bei der nicht nur die Innenbereiche, sondern auch der Granitfelsen einer übergroßen Baustelle glichen.

In unmittelbarer Nähe der Falkenberger Burg befindet sich ein neues, der Burg stilistisch angepasstes Tagungszentrum. Von dort aus führt der Weg zum Burgfelsen, in dem ein behindertengerechter Fahrstuhl die Besucher hinauf in die Burgräume bringt.

Eine für den Feuerschutz vorgesehene Fluchttreppe führt 20 Meter durch den Felsen hinein in die Räume zur Burg. Über eine aufwendige Anfahrrampe können auch behinderte Menschen mit einem Aufzug die Zimmer erreichen.

Individuell eingerichtete Fremdenzimmer, drei Festsäle, sowie ein Museum mit Exponaten rund um die Geschichte der Burg und des ehemaligen Botschafters von der Schulenburg erwarten die Besucher. Anmeldungen für Hochzeiten, Geburtstage und andere Feiern nimmt Burgmanagerin Teresa Fischer (Telefon 09634/920 034 entgegen.
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