Burg belebt Kulturleben

Bürgermeister Herbert Bauer (Vierter von links) leitet das "Forum Falkenberg", ein engagiertes Team unterstützt ihn. Für Theater an der Burg sprach sich Schriftführer Matthias Grundler (Zweiter von links) aus. Bild: wro
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Falkenberg
31.10.2016
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Tausende Besucher waren seit der Einweihung vor einem Jahr treppauf, treppab in der Burg Falkenberg unterwegs. Doch nicht nur die Führungen sind attraktiv. Auch als Übernachtungsort überzeugt das historische Gemäuer zunehmend.

Bereits viele Jahre vor dem Revitalisierungsgedanken gründete sich das "Forum Falkenberg - Freunde der Burg". Ziel des gemeinnützigen Vereins war es, kulturelle, wissenschaftliche und künstlerische Veranstaltungen anzubieten. Gründungsvorsitzender war Dr. Stephan von der Schulenburg. Derzeit leitet Herbert Bauer das "Forum Falkenberg", Gerhard Pöschl und Peter Bork unterstützen ihn als Stellvertreter und weitere Vorstandsmitglieder ergänzen den Kreis.

Seit November 2015 steht die revitalisierte Burg den Besuchern offen. Auch das Tageszentrum wurde seiner Bestimmung übergeben. "Am Schluss war's noch hektisch", erinnerte Bauer bei der Jahreshauptversammlung. Auf einen Teil der Fördergelder warte man zwar noch. "Aber es schaut gut aus. Erst dann können wir Bilanz ziehen und wissen, was die Burgsanierung genau gekostet hat."

Das Interesse der Bevölkerung ist ungebrochen. Der Bürgermeister und Forum-Vorsitzende erwähnte rund 17 000 Besucher, die von den ehrenamtlichen Burgführern bislang durch das sanierte Bauwerk geleitet wurden. Aus organisatorischen Gründen könne man die Führungen derzeit nur an Sonntagen anbieten. Sollte sich eine Besuchergruppe für außerhalb der Öffnungszeit anmelden, sei man bemüht, eine Lösung zu finden. Abgewiesen werde niemand. Abgeschlossen sei die Baustelle noch nicht, obwohl der Wirtschaftsbetrieb am 1. Januar 2016 aufgenommen wurde. Es wurden Möbel, Geschirr und Besteck angeschafft, der Außenbereich mit einer Bestuhlung ergänzt. "Gemeinsam haben wir bewiesen, dass wir das gut hinbekommen", lobte Bauer das Team.

Gefragt sei die Burg nicht nur als Übernachtungs- und kultureller Veranstaltungsort. In den Räumen werde auch gerne geheiratet, der Terminkalender sei voll. Auch Dank der Spendenfreudigkeit und erwirtschafteter Einnahmen könne man zuversichtlich in die Zukunft blicken, betonte der Bürgermeister. Dass die Burg Falkenberg auch Arbeitgeber sei, erwähnte er nicht ohne Stolz.

Von einem nicht unbedeutenden Arbeitgeber sprach auch Peter Bork. Die anfänglichen Schwierigkeiten seien überwunden, bezifferte er die Übernachtungszahlen seit Eröffnung des Hotelbetriebs auf rund 700: "Es hat sich ganz schön was getan." Im Tagungszentrum sei aber noch Luft nach oben. "Jeder versucht gut zu wirtschaften, das Beste zu erreichen", lobte Gerhard Pöschl die Zusammenarbeit. Der Linie wolle man treu bleiben. Manches an neuen Ideen müsse noch zurückgestellt werden, bat er um Konzentration auf das Wesentliche.

Die Gemeinde profitiere von der funktionierenden Burg, stellte Schriftführer Matthias Grundler fest. Weitere Investitionen seien geplant, nannte der Marktrat den Keller an der "Schwaige". Der WLAN-Hotspot im Umfeld der Burg sei auf den Weg gebracht. Einen Wunsch äußerte Grundler abschließend, nämlich dass die Laienschauspieler wieder einmal Theater an der Burg machen.

Burgführungen sind der RennerVon einem harten Mitarbeiter-Kern mit vier Leuten sprach Veranstaltungsleiter Peter Busche. Mit 15 gut besuchten Veranstaltungen sei das Forum in dieser Saison an die Öffentlichkeit getreten, 4 seien noch in Planung: "Die Säle sind voll." Als einen großen Erfolg wertete Busche den Burgball im Tagungszentrum Anfang des Jahres. "Wir werden uns bemühen, dass wir auch weiterhin gute Veranstaltungen anbieten können", versicherte er. Arbeit gebe es genügend, das Engagement sei ungebrochen. "Wir haben tüchtige Leute." Damit leiste man nicht nur einen kulturellen, sondern auch einen wertvollen finanziellen Beitrag.

Seinen Abschluss findet das Veranstaltungsjahr mit einem lebendigen Adventskalender und dem kunsthandwerklichen Weihnachtsmarkt in der Burg. Das Angebot "Burgführungen" habe sich zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt, bilanzierte Reinhard Schabl. 20 Ehrenamtliche koordinieren die Besucherströme. "Wir passen uns den Besuchergruppen flexibel an, gehen auf die jeweiligen Interessen ein", fügte der Arbeitskreis-Sprecher hinzu. Geplant sei ein Vortrag mit dem Wiesauer Heimatforscher Adalbert Busl "Die Falkenberger und ihre Burg im Mittelalter". Als Termin nannte Schabl den 24. November um 19 Uhr im Tagungszentrum. (wro)
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