Helfen und die Welt verbessern

Mit traditioneller Kopfbedeckung und ganz in Weiß begrüßte Seelsorger John Ekeogu die Gäste im Falkenberger Pfarrheim, bevor er über seine Heimat Nigeria informierte. Bild: wro
Vermischtes
Falkenberg
12.10.2016
69
0

Viele Falkenberger hatten sich schon an den freundlichen Geistlichen aus Afrika gewöhnt. Kurz vor dem Abschied überraschte John Ekeogu mit einem Vortrag über sein Heimatland Nigeria.

Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr müssen sich die Falkenberger Katholiken von ihrem Seelsorger trennen. Am 16. Oktober verlässt er die Pfarrei Sankt Pankratius. In München will John Ekeogu sein Studium fortsetzen. Nicht leicht sei es, die inzwischen lieb gewonnene Pfarrei und ihre Gläubigen zu verlassen.

"Der Abschied fällt auch uns sehr schwer", gestand Kolping-Vorsitzender Karl Schreier. "Man versteht ihn immer deutlicher, er versteht inzwischen auch uns." Wann der "richtige" Pfarrvikar Franklin Mboma seinen Dienst in der Pfarrei antritt, ist noch immer nicht bekannt.

John Ekeogu - ganz in weiß gekleidet - begrüßte die Gäste beim Lichtbildervortrag mit einem freundlichen "Grüß Gott". Ekeogu zeigte anhand einer Landkarte sein Heimatdorf Umuala Owerre in der nigerianischen Provinz Igbo. Die bunten Bilder beeindruckten. Die Zuhörer erfuhren viel über Bräuche. Manchmal werde zwei Tage lang gefeiert, "dann wandert das Fest zum nächsten Ort". Seelsorger John Ekeogu erzählte auch von seiner Arbeit als Ferienseelsorger im österreichischen Maria Schmolln und von der Hilfsbereitschaft der Leute. Dank der freundlichen Unterstützung der Maria Schmollner Bürger wurden vor gut einem Jahr in John Ekeogus Heimatort rund 300 Wald und 50 Obstbäume gepflanzt. Ein entsprechendes Grundstück konnte vorher schon erworben werden. Stichwort Klimawandel: Die Trockenheit dauert immer länger, der nahe gelegene Fluss trocknet zeitweise ganz aus. John Ekeogu bedauerte: "Die Trinkwasserversorgung für unserer Dorf stellt ein großes Problem dar, heute mehr denn je." Für Entspannung könnte ein Dorfbrunnen sorgen, den habe man aber noch nicht bauen können. Dafür fehlten die Mittel.

Geld für Bohrung


Wasser jedoch scheint vorhanden zu sein. Das in Auftrag gegebene Gutachten war positiv. "Daraufhin haben wir uns entschlossen, nach Trinkwasser zu bohren." Die Kosten dafür bezifferte Ekeogu auf rund 12 000 Euro. "Das ist viel Geld." Der Geistliche appellierte deshalb auch an die Spendenbereitschaft "seiner" Falkenberger. "Gott ist lebensnotwendig, Wasser ist lebensnotwendig." John Ekeogu fügte hinzu: "Wir sind die helfende Hand Gottes, wir alle können die Welt verbessern."

SpendenkontoWer helfen will, kann Geld auf ein Spendenkonto für das Projekt "Wasser für Afrika....und Falkenberg will helfen" überweisen. John Ekeogu sagt bereits jetzt Danke: Konto: AT28 3431 2000 0002 8662 (EZA Kreis Maria Schmolln), BIC: RZ00AT2L312, Verwendungszweck: "Nigeria". (wro)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.