Jahresversammlung der Trocknungsgenossenschaft
Heiße Luft durchaus gefragt

Marlene Buchner, Fütterungsberaterin der Qualitätstrocknung Nordbayern, sprach zum Thema „Cobsfütterung in der gentechnickfreien Milcherzeugung“
Vermischtes
Falkenberg
21.04.2017
58
0

Die Zahlen lesen sich ganz gut. Und dennoch gab es bei der Trocknungsgenossenschaft einen kleinen Fehlbetrag. Kein Grund zur Panik. Es gibt ja Rücklagen.

(jr) "Im Kramer-Stodl" hielt die 373 Mitglieder starke Genossenschaft diesmal ihre Jahreshauptversammlung. Dabei wurde zunächst Anette Kraus für 20 Jahre Treue geehrt. "Wir sind dankbar, dass wir sie haben", sagte Aufsichtsratsvorsitzender Rudolf Schmid zur Assistentin des Vorstandes. In seinem Geschäftsbericht gab Hermann Wunderlich einen Situationsbericht zur Landwirtschaft und machte deutlich, dass ab 1. Januar 2018 in allen Betrieben genfrei gefüttert werden müsse. 2016 wurden 14 531 Doppelzentner Grüncobs getrocknet, 4881 mehr als im Vorjahr. Neben Erbsen und Maiscobs rundete die Produktion von 2892 Doppelzentner Strohpellets die Saison ab. 12 Mitglieder ließen für den Eigenbedarf nochmals 1299 Doppelzentner verpressen. In 1052 Betriebsstunden wurden insgesamt 17 646 Doppelzentner Trockengut erzeugt. Die Anlage selbst war an 84 Tagen in Betrieb.

Wunderlich dankte den Landwirten, die auf das verstärkte Verwelken des Grünfutters achten und somit helfen, die Trocknungskosten zu reduzieren. Reibungslos verlief nach seinen Worten die Grüngutanfuhr durch das Lohnunternehmen Schicker, das 247 Fuhren übernahm.

Aufsichtsratsvorsitzender Rudolf Schmid erläuterte die Jahresrechnung, die im vergangenen Jahr mit einem Fehlbetrag von knapp 13 800 Euro abschloss. Er wird aus den Rücklagen gedeckt. In den Vorstand wurde Gerhard Schuller für vier weitere Jahre gewählt, in den Aufsichtsrat Heike Lehner und Hans Scheidler.

Ausführlich beschäftigte sich Marlene Buchner, Fütterungsberaterin der Qualitätstrocknung Nordbayern, mit dem Thema "Cobsfütterung in der gentechnikfreien Milcherzeugung". Beruflich engagiert ist die Referentin in der Trocknungsgenossenschaft Windsbach, deutschlandweit der größte Trockner. "Unsere Biomasse findet reichlich Absatz. Wir haben noch sie so viel verkauft, wie im vergangenen Jahr." Bei den Tirschenreuther Landwirten warb sie für den Anbau von Luzerne, auch weil diese Pflanze einen geringeren Arbeitsaufwand bedarf. Buchner warb bei den Landwirten um die Fütterung mit Luzerne, nicht zuletzt wegen des hohen Proteingehaltes und der Förderung der Milchleistung.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.