Kinder schreiben für Kinder
Mittags und abends Erdäpfel

Früher war auf dem Dorf und im Alltag der Bauern noch viel Handarbeit angesagt. Und zu essen gab es meistens Kartoffeln. Bild: hfz
Vermischtes
Falkenberg
20.06.2016
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Kein Handy, aber viel zu tun: Früher war das Oberpfälzer Kinderleben kein Zuckerschlecken. Das erfuhren Falkenberger Grundschüler bei einem Besuch im Museumsdorf.

Wir waren schon sehr gespannt, als wir uns am vergangenen Dienstag mit dem Bus auf den Weg ins Oberpfälzer Freilandmuseum machten. Nach einer halben Stunde kamen wir in Neusath bei Nabburg an. Unsere Führerin hieß Maria Richthammer.

Und schon ging's los. Unsere Führerin wanderte mit uns durch verschiedene "Dörfer", wie das Stiftlanddorf, Waldlerdorf, Mühlental und Juradorf. Bei manchen Häusern erklärte uns Frau Richthammer nur etwas von außen, bei vielen aber auch von innen. Wir kamen sogar an einem kleinen Haus vorbei, in dem früher einmal ein Weber mit seinen neun Kindern wohnte. Wir sahen den großen Webstuhl in einem der Zimmer stehen.

Frau Richthammer führte uns in einen großen Stall, in dem früher Pferde lebten. Auch heute noch gibt es viele Tiere in Perschen: Pferde, Ziegen, Hühner, Hähne, Gänse, Schweine, Kühe, Kaninchen und einen Pfau.

Wir erfuhren, dass Kinder früher einen ganz anderen Tagesablauf als wir hatten. Sie mussten ganz früh aufstehen. Als Frühstück hatten sie nur Brot und Milch. Danach gingen sie erst in den Gottesdienst und von da aus zur Schule. Nach der Schule kehrten sie nach Hause zurück. Meistens hatten sie zu Mittag nur Kartoffeln. Wenn sie mit dem Essen fertig waren, mussten die Jungen auf dem Feld helfen.

Sie ernteten Kartoffeln und Getreide, mussten aber noch viele andere anstrengende Arbeiten erledigen. Die Mädchen halfen der Mutter im Haushalt. Am Abend aß die Familie meistens wieder Kartoffeln.

Am Schluss kamen wir zu einem Spielplatz und zu einer alten Kegelbahn. Frau Richthammer verabschiedete sich an dieser Stelle von uns. Wir spielten noch ungefähr eine Stunde, bevor wir uns wieder auf den Weg zum Bus machten.

Theresa, 10 Jahre, Grundschule Falkenberg
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