Kommunbrautag beginnt um 11 Uhr - Zoigl mit langer Tradition in Falkenberg - 116 Häuser ...
Süffiges Bier und zünftige Musik

Vermischtes
Falkenberg
16.10.2015
9
0
Der gebürtige Falkenberger Justizrat Georg Böhm ließ sich um 1930 den heimatlichen Zoigl nach München schicken und stellte erstaunt fest, dass er besser schmeckt als das Oktoberfestbier. Der Falkenberger Zoigl war auf jeden Fall süffiger als das damalige gewöhnliche Dünnbier, das Pfarrer Kohlhepp als "schreckliches Gesüff" bezeichnete.

Das Braurecht im Ort gibt es bereits seit 1467. 1908 wurde das denkmalgeschützte Kommunbrauhaus erbaut und 1999 renoviert. 116 Falkenberger Häuser besitzen auch heute noch das Braurecht. Ein gemeinsamer Sud umfasst circa 30 Hektoliter. Die Brauer zahlen dafür ein sogenanntes Kesselgeld an die Gemeinde, die Biersteuer wird ans Zollamt abgeführt. Wer dann sein fertiges Bier ausschenken will, zeigt dies durch Raushängen des Zoiglsterns an.

Nach dem Zweiten Weltkrieg betrieben der "Schnurrer", der "Koundlbinda", der "Schmidlenz" und der "Wongerer" noch eine gewisse Zeit lang den Ausschank, bis schließlich der "Flaschner" 1960 als letzter den Zoiglausschank einstellte. Eine Zeitlang ruhte das Falkenberger Brauwesen, im Jahr 1978 ließen der "Kramer" sowie später der "Wolfadl" und der "Schwoazhansl" die hiesige Falkenberger Zoigltradition wieder aufleben. Seitdem erfreut sich der Zoigl zunehmender Beliebtheit.

Am Sonntag feiert der Ort nun seinen ersten Kommunbrauertag. Zur Eröffnung um 11 Uhr spielt die "Falkenberger Zoiglmuse".

Auf zahlreichen Besuch hoffen die Zoigl-Hoheiten Sofia I. und Lena I., der "Kramer", der "Schwoazhansl", der "Wolfadl", die Gasthöfe "Zum Roten Ochsen" und "Zum Stern" sowie das "Hutzacafé.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2015 (8435)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.