Neujahrsempfang im Tagungszentrum
Stolz auf das Erreichte

Für ihre stets wertvolle Arbeit im Dienst der Gemeinde erhielten aus der Hand von Bürgermeister Herbert Bauer (hinten, 2. von links) je einen Burgtaler Hermann Meier (rechts) und Alexandra Hasenfürter (links), für die ansprechende Ortsgestaltung in der Gemeindemitte Hans Bauernfeind (2. von rechts). Vorne Mitglieder der "Falkenberger Zoiglmuse", die heuer 40-jähriges Bestehen feiern darf. Bild: wro
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Falkenberg
01.01.2016
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Herbert Bauer hatte zum Neujahrsempfang reichen Zitatenschatz mitgebracht. Treffend für die Zusammenarbeit in der Gemeinde wählte er ein afrikanisches Sprichwort: "Wenn du schnell gehen willst, geh allein. Wenn du weit gehen willst, geh mit anderen."

In seiner Ansprache im neuen Tagungszentrum erinnerte der Bürgermeister auch an die zahlreichen Diskussionen über Flüchtlinge und Asylsuchende. Bauer bedauerte: "Plötzlich haben wir Angst, dass uns etwas weggenommen wird." 75 Jahre nach Ende des 2. Weltkrieges sei die Welt von Krisen und Kriegen geschüttelt, ergänzte der Bürgermeister und erinnerte an das Zitat Rico Gebhards von der Linkspartei: "Für uns Atheisten gilt in der Asylpolitik das Wort des Papstes und nicht der Pegida." Bauer nutzte die ersten Vormittagstunden des noch jungen Jahres auch dazu Danke zu sagen, Rückschau zu halten, auch um nach vorn zu blicken: Gemeinsam habe man sehr viel erreicht. Die erfolgreiche Revitalisierung, schließlich die Einweihung der Burg mit Ministerpräsident Seehofer stand im Fokus. Darauf dürfe man sehr stolz sein. Die Burg habe nicht nur die Verwaltung, Gemeinderäte und den Bürgermeister herausgefordert, auch Firmen und Architekten. "Die Zeitschiene war eng." Rückschläge blieben nicht aus. "Sorge bereiten die Wasserrohrbrüche, weiter kostete die Umsetzung des Wasserurteils viel Zeit. "Inzwischen liegt hierzu eine neue, noch nicht begründete Klage vor." Neue Aufgaben warteten bereits. Dazu hatte Bauer ein Zitat des Schriftsteller Vaclav Havel notiert: "Wer die Zukunft gestalten will, darf den Glauben nicht verlieren, dass seine Träume wahr werden." Zu lösen seien das Breitbandproblem, genauso die Fragen zur Stromtrasse. Hier Bauer machte deutlich, dass es seiner Meinung nach nur zwei logische Alternativen gebe: Die bereits bestehende oder entlang der Autobahn.

Neue Rohre


Mit der Kirchenverwaltung werde man die Friedhofskirche St. Josef sanieren. Sanierungsbedürftig seien auch die Kammern des alten Hochbehälters. Im Hammerweg, auch am Bodenreuther Weg müsse man die Rohre auswechseln. Bauer erinnerte an das Windenergiekonzept, das derzeit noch auf Eis liegt und zeigte sich erfreut, dass die Arbeiten an der Stoffelsbrücke aufgenommen werden können. Ein Wermutstropfen sei der noch nicht fertig gestellte Radweg.

Abschließend dankte Bauer der Verwaltung, auch den Bauhofmitarbeitern und richtete das Wort an die Burgbeauftragten Matthias Grundler und Peter Bork. "Sie haben viele Termine übernommen und mir viel Arbeit abgenommen." Mit einem "Vergelt's Gott" bedankte sich MdL Tobias Reiß. Er nannte die Burg ein Markenzeichen für den Landkreis, auch für die Region. "Die Falkenberger können zu Recht stolz sein." Er zeigte sich beeindruckt, dass es gelang das Wahrzeichen in die Moderne zu holen. "Jetzt gilt es, die Burg mit Leben zu füllen." Schnell sei das alte Jahr vergangen, stellte Pater Stefan fest "Das neue Jahr bringe neue Hoffnung, neues Licht, neue Gedanken." Er bedauerte, dass man immer weniger Zeit für einander habe und schloss: "Schenken gehört zur Lebenskultur, das kostbarste, das man verschenken kann ist Zeit."

Dalai Lama zum Schluss


Pater Stefan segnete die Anwesenden, auch das neue Jahr und schloss mit dem Dalai Lama: "Wir haben größere Häuser, aber kleinere Familien; mehr Annehmlichkeiten, aber weniger Zeit. Wir sind den ganzen Weg bis zum Mond und zurück gereist, aber wir tun uns schwer, die Straße zu überqueren, um unsere neuen Nachbarn zu begrüßen."
Plötzlich haben wir Angst, dass uns etwas weggenommen wird.Herbert Bauer zur Diskussion über Flüchtlinge und Asylsuchende
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