Pflanzenschutz geht alle an
Vielfältige Informationen beim traditionellen Infotag in Falkenberg

Vermischtes
Falkenberg
26.01.2016
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Sortenwahl und optimale Produktionstechnik waren die wichtigsten Themen beim traditionellen Pflanzenschutztag im Gasthof Prockl. Stephan Poersch vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten konnte dazu 70 Landwirte aus der Region begrüßen.

Poersch eröffnete die Vortragsreihe mit einer kurzen Vorstellung der Kulap-Maßnahmen, die ab 1. Februar beantragt werden können, wobei er besonders auf die Anlage von "Grünstreifen zum Boden- und Gewässerschutz" einging. Damit könnte eines der Hauptprobleme - die Bodenerosion - deutlich verringert werden.

Aktuelles stellte dann Reinhard Ostermeier, Pflanzenschutzberater aus Bayreuth, vor. Beeindruckend war etwa das Ertragsniveau der amtlichen Getreideversuche aus Oschitz bei Arzberg. Es scheine sich abzuzeichnen, dass der bekannte Nachteil der Mittelgebirge im Ackerbau, das raue Klima, angesichts immer trockener Sommer sich langsam zum Vorteil (weniger Verdunstung der knappen Niederschläge) umdrehe.

Von guten Ernteergebnissen 2015 berichtete auch Franz Unterforsthuber von der Saaten-Union. Er beobachtete eine deutliche Steigerung des Körnererbsenanbaus auch im Landkreis. Die Greening-Vorgaben regten doch manchen Betriebsleiter dazu an, es trotz scheinbar schlechter Wirtschaftlichkeit einmal mit der Leguminose zu versuchen. Ludwig Peter behandelte die Wirtschaftlichkeit verschiedener Maßnahmen bei Düngung und Pflanzenschutz. Pauschale Aussagen könnten hier nur begrenzt weiterhelfen, gerade bei den derzeit niedrigen Getreidepreisen müsse der Befall wöchentlich überprüft werden.
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