Reinhard Schabl und Adalbert Busl auf dem Podium: Forum Falkenberg organisiert interessanten ...
Von Frondiensten und alten Rittersleuten

Adalbert Busl (rechts) und Reinhard Schabl (links) nahmen ihr Publikum mit auf historische Zeitreise in die spannende Zeit der Ritter und in die Welt mittelalterlicher Burgen. Bild: wro
Vermischtes
Falkenberg
02.12.2016
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Der Adel feierte rauschende Feste. Aber für einfache Leute war der Alltag im Mittelalter eine ständige Herausforderung. Die Menschen musten plagen, um sich ihr Brot verdienen zu können. Mit dem Aufblühen des Handwerks entwickelten sich ab dem Hochmittelalter zahlreiche Berufe - und damit der Wohlstand zur breiten Bevölkerung.

Eher Talkshow als Vortrag


So oder wenigstens ähnlich stellt man sich die Zeit der Ritter und Burgen landläufig wohl vor. Wie das Leben in und um eine Festung tatsächlich war, warum die Burg Falkenberg ausgerechnet dort oben auf dem Fels und nicht anderswo steht, das wusste Adalbert Busl in seinem abendfüllenden Vortrag über die Burgen und das Leben der Adligen, Mönche und Bürger im Mittelalter anschaulich zu erzählen. Wobei der Begriff "Vortrag" an diesem Abend im Tagungszentrum unterhalb der Burg alles andere als wörtlich zu nehmen war. Der vom Forum Falkenberg angekündigte und von Reinhard Schabl (Arbeitskreis Museum) moderierte Abend glich eher einer Talkshow, erinnerte zweifellos auch an eine Podiumsdiskussion. Darin sollten Adalbert Busl und dem Moderator sowie dem Publikum besondere Rollen zukommen: Busl referierte, Schabl fragte, das Publikum hakte nach. "Woher weiß Busl das alles?", ging das eine oder andere Mal ein leises Raunen durch die Stuhlreihen. Auf einer kleinen Bühne sitzend, ein großformatige Bild der Falkenberger Burg im Rücken, blieb der Wiesauer Heimatforscher nur selten eine Antwort schuldig. Im Zwiegespräch mit Reinhard Schabl wanderten Busls Gedanken von der heute längst vergessenen Befestigungsanlage am Teichlberg hinunter zu den Granitmauern der Flossenbürger Burgruine.

Aus historischen Salbüchern


Busl streifte Waldeck, die Burg Leuchtenberg und machte auf seiner mittelalterlichen Reise kreuz und quer durch die Lande auch vor den Waldsassener Klostermauern nicht halt. Nach einem kurzen Schluck aus dem Mineralwasserglas landete er bei den alten Rittersleuten und wieder bei den Bürgern, die gezwungen waren Frondienste zu leisten. Dass der Referent aus Wiesau auch noch die Inhalte historischer Salbücher zitieren konnte verblüffte manchen doch sehr.
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