Schweißtreibender Einsatz für die Feuerwehr im Waldnaabtal
Flammen am Steilhang

Schwerstarbeit hatten die Einsatzkräfte im steilen Gelände zu leisten, um das Bodenfeuer zu löschen
Vermischtes
Falkenberg
21.08.2016
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Wo sonst Radfahrer und Wanderer Ruhe und Entspannung suchen, waren am Samstagnachmittag zig Feuerwehrfahrzeuge unterwegs. Ein nicht abgelöschtes Lagerfeuer bescherte den Einsatzkräften einen schweißtreibenden und gefährlichen Einsatz

Das Waldnaabtal zwischen Falkenberg und Windischeschenbach ist bekannt für seine bizarre Schönheit, den tief eingeschnittenen Flusslauf zwischen steilen und zerklüfteten Granitformationen. Am Samstagnachmittag lag im Bereich der sogenannten Gletschermühle ein stechender Brandgeruch in der Luft und kündete von nichts Gutem. Eine Gruppe Radfahrer, die auf dem Uferpfad unterwegs waren, meldete ihre Feststellung an der Ausflugsgaststätte Blockhütte. Von dort wurde die Integrierte Leitstelle in Weiden verständigt. Diese wiederum setzte ein Großaufgebot an Feuerwehren in Marsch, um nach dem Ursprung des Brandgeruchs zu suchen.

Großaufgebot an Rettungskräften


Ein Waldbrand im viel besuchten Naturschutzgebiet hätte fatale Folgen haben können. So wurden die Feuerwehren Falkenberg, Schönficht, Schönkirch, Plößberg, Wiesau und Schönhaid sowie ein Rettungswagen alarmiert. Fündig wurden die Einsatzkräfte aber zunächst nicht. Erst nach einer nochmaligen Absuche der angegebenen Einsatzstelle fanden sie hoch oben über der Waldnaab im Steilhang ein Bodenfeuer, das sich bereits einige Meter in den felsigen Untergrund gefressen hatte.

Lagerfeuer nicht richtig abgelöscht


Die Ursache des Feuers war für die Einsatzkräfte offensichtlich, denn sie fanden auch einen in Survival-Manier gebauten Unterschlupf vor. Offensichtlich hatte ein „Naturliebhaber“ hier übernachtet und sein Lagerfeuer nicht richtig abgelöscht. Den Feuerwehrlern bereitete dieser allzu sorglose Umgang mit Feuer einen schweißtreibenden und gefährlichen Einsatz. Von der Talseite war es nur zu Fuß möglich, an die Einsatzstelle zu gelangen. Ein Löschangriff in diesem steilen zerklüfteten Gelände unmöglich.

In Absprache mit dem zuständigen Revierleiter Matthias Gibhardt wurde ein Landwirt verständigt, der mit einem Güllefass von oben Löschwasser an die Einsatzstelle brachte. Selbst der geländegängige Traktor hatte Mühe zur Brandstelle durchzukommen. Die letzten Meter verlegten die Einsatzkräfte dann noch einige Schläuche. Unter größter Anstrengung konnten die Einsatzkräfte der Feuerwehr Falkenberg und Wiesau in dem steilen und felsigen Gelände den Brand schließlich erfolgreich bekämpfen.

Der Schaden blieb durch das schnelle Eingreifen gering. Die Polizei in Neustadt a.d. Waldnaab ermittelt wegen fahrlässiger Brandstiftung.
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