Schotterweg muss wieder her

Freizeit
Fensterbach
15.11.2016
42
0

Das Thema Sandgruben-Erweiterung bei Freihöls ist für die Gemeinde trotz erteilter Genehmigung durch das Bergamt Nordbayern längst nicht erledigt. Die Kommune drängt auf die Wiederherstellung eines einst mitten durch den jetzigen Tagebau führenden Weges bis zum Jahr 2019.

-Freihöls. Wo momentan noch ein riesiger Krater im Erdboden gähnt, soll bis zum Jahr 2019 ein der Gemeinde Fensterbach gehörender Schotterweg durch die Sandgrube westlich von Freihöls wieder komplett hergestellt sein. "Davon gehen wir nach wie vor verbindlich aus", sagte Bürgermeister Christian Ziegler bei einer Bürgerversammlung im Knöllinger Schützenheim.

Genehmigung erteilt


Aus den Reihen der Bürger kam an diesem Abend die Frage, wie es denn nun mit der geplanten Sandgruben-Erweiterung um das Doppelte ihrer bisherigen Größe stehe. Christian Ziegler ließ erkennen, dass die Genehmigung zu diesem gigantischen Vorhaben durch das Bergamt Nordbayern erteilt worden sei. Einwände der Gemeinde und der Freihölser Ortsbewohner, an deren Dorf nun die Grube mit regelmäßigem Sprengbetrieb bis auf rund 200 Meter heranrücken soll, hätten dabei eine eher untergeordnete Rolle gespielt. Die Gemeinde ist Besitzer eines Weges, der von Freihöls aus bis zum momentanen Grubenrand führt. Vor etlichen Jahren war das Einverständnis erklärt worden, ein mehrere Hundert Meter langes Teilstück dieses Weges zum Zweck der Sandgewinnung dem Grubenbetreiber zur Verfügung zu stellen.

Verbindliche Auflage


Danach wurde der geschotterte Pfad beseitigt. Allerdings mit der verbindlichen Auflage, dass die Trasse, welche vom östlichen Rand des Tagebaus weiter in Richtung Bundesstraße 85/Diebis führt, in ihrem ehemaligen Verlauf wieder im ursprünglichen Zustand herzustellen ist.

In der Bürgerversammlung ließ der Bürgermeister keinen Zweifel daran, dass die Gemeinde eine Wiederherstellung des Weges ohne jegliche Diskussionsplattform verlangen werde. Und zwar, wie Christian Ziegler wissen ließ, bis zum vereinbarten Jahr 2019. Wie das für den Betreiber, die Firma Heidelberger Sand & Kies, zu schaffen sein wird, gleicht einem Rätsel. Denn gegenwärtig klafft an dieser Stelle ein gut 30 Meter tiefer Krater im Boden.

Noch eines ließ Ziegler bei der Bürgerversammlung nicht unerwähnt. "Die geplante Erweiterung um über 20 Hektar steht und fällt mit der Frage, ob zwei Landwirte aus Freihöls ihre Waldgrundstücke verkaufen". Nur wenn das geschehe, könne dieses aus Sicht der Gemeinde und einem Großteil der Freihölser Bürgerschaft unerwünschte Vorhaben in die Tat umgesetzt werden.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.